Aktuelle Statements zur Erweiterung der Fußgängerzone

15. Februar 2016

Das Bündnis „SaveOurRadler“ hat heute gegen die Erweiterung der Fußgängerzone am Marienplatz demonstriert. Die Initiatoren kritisieren die Stadtratsentscheidung vom vorigen Jahr, wonach der Verkehr - ob Fahrrad, Taxi oder Bus - in Münchens unmittelbarem Zentrum künftig umgeleitet werden soll.

Die erweiterte Fußgängerzone wird sich im Osten bis zum Alten Rathaus und im Norden bis zur Ecke Landschafts-/Altenhof- und Dienerstraße erstrecken, im Süden umfasst sie den Rindermarkt bis hinterm Alten Peter. Anbei ein Statement der beiden Kooperationspartner im Rathaus, die mit einem gemeinsamen Antrag den Anstoß zur Umgestaltung gegeben hatten.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Reissl sagt:

„Die Entscheidung, die Fußgängerzone zu erweitern, ist richtig. Der bisherige Zustand war für alle unbefriedigend: Zum einen für die Fußgänger, die gar nicht realisiert haben, dass da am Marienplatz eine Fahrbahn ist, achtlos über die Straße gingen und aufschreckten, wenn dann ein Radler kam. Aber auch für die Radler, die sich durch die Menschenmassen schlängeln und jede Sekunde damit rechnen mussten, dass ihnen jemand vors Fahrrad läuft. Wir sind zuversichtlich, dass sich die anfänglichen Vorbehalte rasch in Wohlgefallen auflösen werden, wenn sich eine neue Radroute etabliert hat, die mit Sicherheit stressfreier und komfortabler als die jetzige sein wird.“

CSU-Fraktionsvorsitzender Hans Podiuk zu diesem Thema:

„Die selben Vorbehalte gab es schon, als die Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Stachus eingerichtet wurde. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten werden sich sicherlich alle an die neuen Verhältnisse gewöhnen. Auf dem Marienplatz haben jetzt die Fußgänger Vorfahrt. Durch unsere klare Regelung schützen wir die schwächste und zahlenmäßig vorherrschende Mobilitätsgruppe vor dem Verkehrschaos an dieser Stelle. Bei der Erweiterung der Fußgängerzone haben wir trotzdem die Interessen aller Verkehrsteilnehmer abgewogen und berücksichtigt. Die Taxifahrer weichen auf Ersatzstandorte in der Nähe aus und mit der MVG klären wir sinnvolle Umfahrungsrouten für die Busse. Die Radler wünschen sich zurecht eine schnelle Route zur Innenstadtquerung. Mit der schon oft beschriebenen Nord-Süd-Radverbindung bauen wir eine parallel verlaufende Strecke radltauglich um.“

  • Alexander Reissl
    Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender

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