Carsharing in München: Jetzt gibt es keine Obergrenze mehr!

15. Dezember 2015

Die Carsharing-Angebote in München sollen deutlich ausgeweitet werden. Der Kreisverwaltungsausschuss des Stadtrats hat heute entschieden, dass die gültigen Limits für Anbieter ab nächstem Frühjahr nicht mehr gelten sollen.

Mehr als 500 Autos pro Firma dürfen bislang nicht am Straßenrand abgestellt werden, diese Obergrenze ist ab April passé. Außerdem werden die Gebühren für Parklizenzen halbiert. Mit einem gemeinsamen Änderungsantrag sorgten SPD und CSU dafür, dass Anbieter die Gebühren nur bis zum 600. Auto bezahlen müssen, alle weiteren Kfz sind befreit. Darüber hinaus machten die Kooperationspartner den Weg dafür frei, dass Carsharing-Autos sogar auf reinen Bewohner-Parkplätzen abgestellt werden dürfen. Jährlich soll dem Stadtrat fortan darüber berichtet werden, wie die Angebote in den einzelnen Stadtteilen genutzt werden.

Den Stadträtinnen und Stadträten wurde mit der Beschlussvorlage auch das Ergebnis eines Gutachtens präsentiert. Dieses geht davon aus, dass ein Carsharing-Auto im Schnitt drei Privat-Pkw ersetzt – und deshalb Parkplätze abgeschafft werden könnten.

Beatrix Zurek, SPD-Sprecherin im Kreisverwaltungsausschuss, sagt:

„Der heutige Beschluss wird dafür sorgen, dass das Carsharing in München weiter an Fahrt aufnimmt. Wir müssen die Entwicklung ganz genau beobachten. Es erscheint uns logisch, dass sich der Parkdruck automatisch verringert, wenn Menschen ihre Privat-Autos abschaffen und lieber auf Carsharing-Angebote umsteigen. Sollte sich zeigen, dass Parkplätze überflüssig geworden sind, haben wir nichts dagegen, diese anderweitig zu nutzen. Ein Überangebot an Parkraum ist sicher nicht in unserem Sinne, zumal es die Menschen wiederum dazu verleitet, sich einen Privat-Pkw anzuschaffen. Wir sind sicher, dass immer mehr Münchnerinnen und Münchner darauf kommen werden, wie sinnvoll geteilte Autos sind: Unterm Strich spart man damit Geld und Nerven, weil die Wartung von den Firmen erledigt wird.“

  • Beatrix Zurek
    Beatrix Zurek, Stadträtin

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