Die Münchner Förderformel: „Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit“

27. Oktober 2015

Zehn Jahre ist es her, dass die Rathaus-SPD in einem Antrag forderte, die städtischen Zuschüsse für Kitas sollten gezielter und transparenter eingesetzt werden. Das war die Geburtsstunde der sogenannten Münchner Förderformel.

Schritt für Schritt wurde ein neues System etabliert, das für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit in der Stadt sorgen soll. Jetzt ist die Einführung der Förderformel abgeschlossen – nachdem der Bildungs- sowie Kinder- und Jugendhilfeausschuss heute noch ein paar wichtige Nachjustierungen beschlossen hat. So wird ab Januar zum Beispiel eine Geschwister-Ermäßigung für das zweite Kind eingeführt. Neu ist außerdem, dass nun auch städtische Einrichtungen und solche unter Betriebsträgerschaft offiziell in das System aufgenommen werden.

Insgesamt werden ab nächstem Jahr von etwa 1100 Münchner Kitas knapp 800 Zuschüsse nach der Münchner Förderformel erhalten. 50 Millionen Euro stehen an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung, die München freiwillig pro Jahr für die frühkindliche Bildung ausgibt.

Birgit Volk, Stadträtin und bildungspolitische Sprecherin der SPD, sagt:

„Unser Anliegen war, das Zuschuss-System gerechter zu machen. Die Fördermittel, die München freiwillig bereitstellt, sollten nicht mehr nach dem Gießkannen-Prinzip verteilt werden. Mit der Münchner Förderformel ist es uns gelungen, eine nachvollziehbare Methodik zu entwickeln. Wir bedanken uns bei allen, die daran mitgewirkt haben! In München kommen die Zuschüsse jetzt dort an, wo sie am dringendsten gebraucht werden, und wo Kinder davon profitieren, die einer besonderen Förderung bedürfen. Das können zum Beispiel Kinder mit Handicap sein oder solche, die noch nicht so gut Deutsch sprechen.“

Christian Müller, Stadtrat und sozialpolitischer Sprecher der SPD, ergänzt:

„Herzstück des Systems ist der Standortfaktor – also die Frage, wo eine Kita liegt. Der Münchner Bildungsbericht hilft uns bei der Analyse, wo es Einrichtungen in Stadtvierteln mit Problemlagen gibt. So können die Zuschüsse gezielter eingesetzt werden, wobei die Kitas vor Ort selbst am besten wissen, welches zusätzliche Personal ihnen nützlich ist. Die Münchner Förderformel ist ein zentraler Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Stadt!“

  • Christian Müller
    Christian Müller, Stadtrat
  • Birgit Volk
    Birgit Volk, Stadträtin

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