Expertenbefragung zum Wohnungsmarkt bestätigt den Kurs der SPD

18. Januar 2016

Am Mittwoch werden im Planungsausschuss die Ergebnisse der neuesten Expertenbefragung zum Münchner Wohnungsmarkt vorgestellt.

Vertreterinnen und Vertreter von Wohnungsunternehmen, Bauträgern, Banken, Genossenschaften und Verbänden sind um eine Einschätzung zur aktuellen Lage gebeten worden. Demnach ist eine Entspannung des Marktes nicht in Sicht. Für das Planungsreferat ergeben sich nach der Befragung sieben Handlungsempfehlungen. Wobei sich diese zu einem großen Teil mit Anträgen decken, die bereits im vergangenen Jahr von der SPD-Fraktion eingereicht worden sind und die derzeit noch von der Stadtverwaltung bearbeitet werden.

So lautet die erste Schlussfolgerung aus der Expertenbefragung, dass die Nachfrage nach „kompakten, funktionalen Wohnungen“ für Menschen mit niedrigerem Einkommen weiter zunehmen werde und neue Wohnformen realisiert werden müssten. Schon im November hatte die Rathaus-SPD mehr Klein-Wohnungen gefordert. Dabei wies sie darauf hin, dass für alleinstehende Menschen, die eine preiswerte Bleibe auf Zeit brauchen, geringere Raumgrößen, eine günstigere Ausstattung und damit verbunden auch eine niedrigere Miete von Vorteil wären (siehe Antragspaket vom 26. November 2015, nachzulesen auf der Homepage der Fraktion).

Das Planungsreferat bezeichnet eine qualifizierte Nachverdichtung in seinem aktuellen Bericht als eine „Antwort auf die Knappheit an Neubauflächen“. Bereits im März 2015 hatte die SPD-Fraktion gefordert: Dem Stadtrat sollen künftig jährlich mindestens drei konkrete Nachverdichtungsprojekte vorgeschlagen werden (siehe Antragspaket vom 24. März 2015).
Auch die Forderungen der SPD nach weniger Auflagen, schnelleren Verfahren und sozial gemischten Stadtquartieren finden sich in den Ergebnissen der Expertenbefragung wieder.

SPD-Stadtrat Christian Amlong, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sagt:

„Wir sehen uns durch den Bericht ganz klar in unserem Kurs bestätigt. Viele der Schlussfolgerungen, die nun präsentiert werden, decken sich mit unseren Vorschlägen und Initiativen aus dem vergangenen Jahr. Wir brauchen neuen Wohnraum für Menschen mit kleinem Geldbeutel, und wir brauchen diesen schnell. Wir müssen Auflagen und Vorschriften auf ihre Sinnhaftigkeit überprüfen: Brauchen wir sie wirklich, oder machen sie unsere Abläufe nur komplizierter und langsamer? Die Probleme am Münchner Wohnungsmarkt erfordern Kreativität, Flexibilität und neue Ideen. Wir werden weiterhin mit Hochdruck daran arbeiten, den Druck auf den Markt zu vermindern.“

  • Christian Amlong
    Christian Amlong, Stadtrat

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