Grundsatzbeschluss zum Volkstheater: SPD fordert Klarheit über Kosten

10. Dezember 2015

Das neue Volkstheater soll mit Hilfe eines „Generalübernehmers“ errichtet werden, der den neuen Kulturbau schlüsselfertig übergeben soll. Dem haben ein gemeinsamer Kommunal- und Kulturausschuss heute grundsätzlich zugestimmt. Mit einem umfangreichen Änderungsantrag sorgte die SPD-Fraktion dafür, dass das Kostenrisiko beim weiteren Verfahren eingedämmt wird.

Außerdem setzte die Rathaus-SPD durch, dass das Open-Air-Kino auf dem Viehhofgelände nicht bereits nach dem nächsten Sommer weichen muss, sondern erst dann, wenn tatsächlich die Bauarbeiten beginnen.

Zur Erklärung: Die Beauftragung eines Generalübernehmers spart Zeit, weil sämtliche Leistungen – von der Planung bis zur Ausführung – in einer Hand liegen. Doch das Kostenrisiko bei einem solchen Konstrukt gilt als hoch, insbesondere wenn es nach der Erteilung des Auftrags doch noch zu Umplanungen kommt. Das darf nicht passieren. Deshalb hat die SPD-Fraktion heute durchgesetzt, dass dem Stadtrat erst umfangreiche Informationen vorgelegt werden, bevor ein Vertrag mit einem Generalübernehmer geschlossen wird. Der Stadtrat wird im März – so hat es die Verwaltung heute zugesichert – insbesondere eine Antwort auf die folgenden Fragen erhalten: Wie wird der Neubau grundsätzlich konzipiert? Was wird er voraussichtlich kosten? Und welche Betriebs- und Personalkosten sind in Zukunft zu erwarten?

SPD-Fraktionschef Alexander Reissl sagt:

„Das Münchner Volkstheater hat sich einen wunderbaren Stellenwert in unserer Stadt erarbeitet. Deshalb ist das Ziel auch richtig, ihm ein neues Zuhause zu errichten. Wir wissen, dass der Zeitplan für den Neubau äußerst knapp ist, 2020 muss das Theater seine jetzige Spielstätte voraussichtlich verlassen. Gerade weil wir auf die Tube drücken müssen, ist es äußerst wichtig, ein straff durchorganisiertes und effektives Verfahren auf die Beine zu stellen. Die Beauftragung eines Generalübernehmers ist da sicherlich der richtige Weg. Wir sind allerdings nicht bereit, uns auf ein Finanzabenteuer einzulassen. Deshalb haben wir heute dafür gesorgt, dass erst verbindliche Verträge geschlossen werden, wenn der Stadtrat eine konkrete Vorstellung davon hat, welche Funktionalitäten das neue Theater haben wird und was es kostet. Die Verwaltung hat uns heute überzeugend dargelegt, dass durch unsere Änderungswünsche in Bezug auf das Verfahren keine wesentliche Zeitverzögerung entstehen wird. Das ist gut so! “

SPD-Stadträtin Ulrike Boesser, Sprecherin des Kommunalausschusses, ergänzt:

„Eigentlich wollte uns die Stadtverwaltung heute beschließen lassen, dass nach dem nächsten Sommer endgültig Schluss ist fürs Viehhof-Kino. Dabei ist äußerst zweifelhaft, dass dort schon im Frühjahr 2017 die Bagger anrücken können. Mit unserem Änderungsantrag haben wir heute dafür gesorgt, dass das Kino und der Biergarten einfach so lange bleiben können, bis die Bauarbeiten beginnen. Viele Menschen im Schlachthofviertel genießen das Angebot im Sommer. Warum also sollte man es vorzeitig einstellen?“

  • Ulrike Boesser
    Ulrike Boesser, Stadträtin
  • Alexander Reissl
    Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender

An- oder abmelden ganz einfach – mit dem BayernSPD-Konto.

BayernSPD-Konto