Hilfe für die Helfer: Millionensumme für die Koordination ehrenamtlichen Engagements – SPD: „Wir dürfen niemanden verlieren!“

03. Dezember 2015

Als im September tausende Flüchtlinge in München ankamen, waren viele Münchnerinnen und Münchner zur Stelle und halfen bei der Akutversorgung am Hauptbahnhof und in den Ankunftszentren. Nun gilt es, die große Hilfsbereitschaft in unserer Stadt so zu koordinieren, dass eine mittel- und langfristige Unterstützung für die Flüchtlinge sichergestellt werden kann.

Die Helferinnen und Helfer haben einen Bedarf an Beratung, Begleitung, Fortbildung und Qualifizierung. Es soll eine neue Struktur entstehen, die ehrenamtliches Engagement erleichtert und eine sinnvolle Steuerung ermöglicht. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat heute beschlossen, dafür bis Ende 2018 jährlich Finanzmittel in Höhe von 1,13 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Unter anderem soll ab Januar eine zentrale Hotline zum Thema Bürgerschaftliches Engagement eingerichtet werden. Die Internetseite „www.willkommen-in-muenchen.de“soll intensiver gepflegt werden können. Außerdem wird die persönliche Beratung und Schulung von Ehrenamtlern ausgebaut. Fünf Verbände und gemeinnützige Organisationen erhalten Zuschuss-Erhöhungen, um diese Ziele umzusetzen.

Christian Müller, Stadtrat und sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, sagt:

„Die spontane Hilfsbereitschaft, die die Münchnerinnen und Münchner im Sommer gezeigt haben, war großartig und hat unserer Stadt weltweit Sympathien eingebracht. Auch jetzt ist die Bereitschaft, sich zu engagieren, immer noch sehr, sehr groß. Das müssen wir nutzen! Nach Angaben der Caritas warten derzeit zum Beispiel rund 800 Bürgerinnen und Bürger auf Beratungstermine. Wir dürfen nicht riskieren, sie zu verprellen und zu verlieren. Deshalb müssen wir weiter an einem System arbeiten, das die ehrenamtliche Hilfe koordiniert und vernetzt und das hilfsbereite Menschen einfach und unbürokratisch in die Lage versetzt, tatsächlich zu helfen. Mit dem heutigen Beschluss sind wir einen großen Schritt weiter gekommen.“

  • Christian Müller
    Christian Müller, Stadtrat

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