Lückenschluss zwischen Hauptbahnhof und Altstadt: Die Rathaus-SPD regt Radverkehrsanlage in der Elisenstraße an

14. Dezember 2015

Derzeit existiert keine schlüssige und gut beschilderte Radverkehrsverbindung zwischen Hauptbahnhof und Altstadt. Wer nicht ortskundig ist, findet sich nur schwierig zurecht. Bereits vor einem Jahr hatte die Rathaus-SPD auf diesen Missstand hingewiesen und mit einem Antrag gefordert, dass eine beschilderte Route ausgewiesen werden soll.

Die Antwort aus dem Planungsreferat fiel nicht zufriedenstellend aus. Die Verwaltung bestätigte, dass es „keine ausreichend verkehrssichere“ Verbindung gebe. Deshalb könne auch keine Route empfohlen werden, hieß es. Wörtlich steht in der Antwort von Stadtbaurätin Elisabeth Merk: „Die Elisenstraße als mögliche Verbindung entspricht ohne Radverkehrsanlagen nicht den Kriterien einer beschilderbaren Route.“

Hier setzt die Rathaus-SPD jetzt mit einem erneuten Stadtratsantrag an. Sie fordert die Verwaltung auf, zu überprüfen, wie auf beiden Seiten der Elisenstraße eine durchgängige Radverkehrsanlage realisiert werden kann. Dabei soll auch geklärt werden, ob sich ein baulich getrennter Radweg, ein breiterer Radfahrstreifen oder ein schmalerer Schutzstreifen als Lösung anbieten.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion, sagt:

„Dass es keine sinnvolle Radroute zwischen Hauptbahnhof und Altstadt gibt, ist eine echte Lücke im Münchner Radverkehrsnetz. Für diese zentrale und wichtige Strecke braucht es endlich eine sichere Lösung. Es sagt schon viel aus, wenn sich die Stadtverwaltung nicht in der Lage sieht, den Radlerinnen und Radlern eine Verbindung zu empfehlen! In der Elisenstraße müssen sie sich die Fahrbahn mit Autos, Lkw und Bussen teilen, was zu brenzligen Verkehrssituationen führen kann. Da es sich nicht gerade um eine schmale Altstadt-Gasse handelt, wird sich mit Sicherheit eine Lösung finden, um dem Radverkehr ausreichend Raum zu geben.“

Zum Hintergrund noch eine Anmerkung, um die Dringlichkeit des Anliegens zu verdeutlichen: Der direkte Weg vom Hauptbahnhof zum Stachus über die Prielmayerstraße ist eine für Radler nicht geöffnete Einbahnstraße, die parallel verlaufende Schützenstraße mündet in eine Fußgängerzone.

Hier geht's zum SPD-Antrag.

  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin

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