Nach SPD-Antrag: Am Flughafen München startet ein Sozialprojekt

02. März 2016

Am Münchner Flughafen landet sehr viel Leergut derzeit im Müll. Spätestens bei der Sicherheitskontrolle müssen sich alle Passagiere von größeren Getränkeflaschen trennen. Im November hatte die Rathaus-SPD mit einem Antrag angeregt, dass die leeren Flaschen gezielt gesammelt werden sollen, damit die Erträge daraus sinnvoll und sozial genutzt werden können.

An anderen deutschen Flughäfen ist das schon gang und gäbe (siehe Foto). Jetzt hat die Flughafen München GmbH auf die SPD-Initiative reagiert und teilt in einem Schreiben mit: Ab diesem Monat soll auch in München ein entsprechender Testlauf starten, und zwar zunächst im Terminal 2.

Mitarbeiter des „Caritas-Rentabel-Betriebs“ Freising sollen die Pfandflaschen künftig aus dem gesammelten Wertstoff aussortieren. Die Erlöse fließen dann wiederum an die Caritas für gemeinnützige Zwecke. Die „Caritas-Rentabel-Betriebe“ sind Beschäftigungsbetriebe für Langzeitarbeitslose und psychisch kranke Menschen. Ziel ist es, diese Menschen durch einen geregelten Arbeitsalltag psychisch und physisch wieder zu stabilisieren und sozial einzubinden. Damit ist der Intention des SPD-Antrags voll und ganz Rechnung getragen.

SPD-Stadträtin Simone Burger sagt:

„Wir freuen uns, dass das gesammelte Leergut am Münchner Flughafen, das sicherlich tausende Euro wert ist, künftig einem guten Zweck dient. So kann Menschen, die sich am Arbeitsmarkt sonst sehr schwer tun, eine Chance geboten werden – eine sinnvolle Aufgabe, die ihnen Struktur im Leben zurückgibt. Genau das wollten wir mit unserem Antrag erreichen. Wir wünschen uns, dass das Projekt, das nun vorerst nur am Terminal 2 startet, rasch auf den kompletten Flughafen ausgedehnt werden kann. Damit möglichst viele Menschen davon profitieren können!“

Seit 2006 gelten EU-weit strenge Regeln für die Mitnahme von Flüssigkeiten ins Flugzeug, maximal 100 Milliliter pro Behältnis sind erlaubt.

Pfandautomat_Frankfurt
So sieht der Pfand-Automat am Frankfurter Flughafen aus, an dem man sein Leergut spenden kann. München entscheidet sich jetzt für ein anderes Konzept. Foto: Fraport AG

  • Simone Burger
    Simone Burger, Stadträtin

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