Nach SPD-Initiative: Förderprogramm für neue Sporthallen

02. Dezember 2015

In München gibt es einen Mangel an größeren Sporthallen. Der Belegungsdruck auf die vorhandenen Hallen ist inzwischen so groß, dass Sportvereine oder andere Gruppen teilweise nicht zum Zuge kommen.

644 Hallen-Einheiten gab es im vorigen Jahr – zu wenige. Im Rahmen des Aktionsprogramms Schul- und Kitabau sollen zwar bis 2030 weitere 30 Sporthallen neu errichtet werden. Jedoch zeichnet sich bereits ab, dass auch diese nicht ausreichen werden.

Sinnvoll und wünschenswert ist aus Sicht der SPD-Fraktion, dass Münchner Sportvereine selbst Hallen errichten. Die Grundstücke dafür sind vorhanden, weil diverse Vereine städtische Flächen als Erbbaurechtsnehmer nutzen. Jedoch: Weil sie damit nicht Eigentümer der Grundstücke sind, haben sie mitunter Schwierigkeiten, Bankdarlehen zu erhalten und Neubauprojekte zu finanzieren. Die SPD hat dieses Problem erkannt und im Sommer einen Antrag gestellt, um zu klären, wie die Stadt die Sportvereine in die Lage versetzen kann, neue Hallen zu bauen.

Jetzt liegt die Lösung auf dem Tisch: Heute hat der Sportausschuss des Stadtrats ein Sonderförderprogramm auf den Weg gebracht. Die Stadt soll Vereinen, die bestimmte Kriterien erfüllen – darunter zum Beispiel eine Größe von mehr als 2000 Mitgliedern – künftig nicht nur einen Zuschuss von 30 Prozent für die Baukosten dazugeben, sondern auch noch ein zinsfreies Darlehen in gleicher Höhe. Das Programm tritt bereits ab Januar in Kraft.

Stadträtin Verena Dietl, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, sagt:

„Gerade in einer wachsenden Stadt wie München brauchen wir ausreichend Platz für Sportangebote. Weil es daran mangelt, haben einige Vereine sogar schon Aufnahmestopps für neue Mitglieder verhängen müssen. Jetzt wollen wir ihnen mit einem Sonderförderprogramm die Möglichkeit geben, neue Hallen zu bauen. Mit dem ESV München gibt es bereits den ersten Verein, der davon konkret Gebrauch machen kann. Wir hoffen, dass weitere folgen! Jeder soll die Möglichkeit haben, sich in seiner Freizeit beim Sport auszutoben, ohne dafür extra durch die halbe Stadt fahren zu müssen.“

  • Verena Dietl
    Verena Dietl, Stadträtin

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