Rathaus-SPD akzeptiert Antwort der Bahn zum Paul-Heyse-Tunnel nicht

09. März 2016

Kaputte Fliesen, Taubendreck, schummeriges Licht: Die Paul-Heyse-Unterführung ist einer der hässlichsten Orte dieser Stadt.

Im vorigen Mai hatte die SPD beantragt, die Stadtverwaltung solle das Gespräch mit der Deutschen Bahn AG als Eigentümerin der Unterführung suchen und auf eine grundlegende Sanierung hinwirken. Die Stadt sollte die Bahn dazu bringen, den Tunnel umfassend zu modernisieren und attraktiver zu gestalten. Zusätzlich forderte die Rathaus-SPD das Baureferat auf, den Reinigungsturnus zu verbessern. Die CSU zog vor ein paar Wochen mit einem ähnlich lautenden Antrag nach.

Jetzt liegt der SPD eine knappe Antwort der Bahn vor, die aus Sicht der Fraktion alles andere als zufriedenstellend ist. Wie dem Schreiben zu entnehmen ist, findet die DB Netz AG, dass die Eisenbahnunterführung derzeit „voll die Ansprüche für den abzuwickelnden Eisenbahnverkehr“ erfülle. Zu der Tatsache, dass der Tunnel insbesondere für Fahrradfahrer und Fußgänger eine Zumutung darstellt, findet sich in der Antwort an die SPD kein Wort. Es heißt darin lediglich, „Planungen für Fugensanierungen und weitere Sanierungsarbeiten in den nächsten Jahren“ seien geplant, und die Stadt wolle – so der Kenntnisstand der Bahn – die Straßenbeleuchtung erneuern. Einziger konkreter Lichtblick: Das Baureferat will seinen Reinigungsturnus überprüfen.

Dazu SPD-Stadtrat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Hans Dieter Kaplan:

„Die Antwort der Bahn ist ein Witz! Die Mitteilung, dass irgendwann mal Fugensanierungen geplant sind in einer Unterführung, in der die Fliesen stellenweise schon großflächig von der Wand abgebröckelt sind, wäre fast lustig – wenn sie nicht so ärgerlich wäre. Wir wollen uns nach unserem Antrag im vorigen Jahr nicht mit einer achtzeiligen Antwort der Bahn abspeisen lassen. Wir haben damals gefordert, die Stadt solle das Gespräch mit der Bahn suchen, um ihr klar zu machen, wie dringlich uns die Angelegenheit ist. Dabei bleiben wir auch. Deshalb bitten wir die Stadtspitze jetzt schriftlich, sich der Sache selbst anzunehmen. Die Vorstellung, dass ein moderner und attraktiver Hauptbahnhof in München gebaut wird, nebenan aber Radler und Fußgänger auch weiterhin durch den scheußlichen Paul-Heyse-Tunnel geschickt werden, ist abstrus.“

Paul_Heyse_Tunnel
Der Paul-Heyse-Tunnel, ein echter Schandfleck, muss dringend verschönert werden.

  • Hans Dieter Kaplan
    Hans Dieter Kaplan, Stadtrat

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