Rathaus-SPD beantragt: Kein Ponyreiten auf der Wiesn und der Auer Dult!

24. November 2015

Die Rathaus-SPD fordert in einem aktuellen Antrag, dass bei Jahrmärkten und Volksfesten auf städtischen Flächen in München – also auch auf der Wiesn und der Auer Dult – kein Ponyreiten mehr angeboten werden soll. Das Angebot ist nach Meinung der Fraktion nicht mit dem Tierschutz-Gedanken vereinbar.

Laute Musik, die Lichteffekte umliegender Fahrgeschäfte und Besucherlärm bedeuten für die Pferde Stress. Stupide müssen sie den ganzen Tag im Kreis trotten, was zu schmerzhaften Gelenk- und Wirbelschäden führen kann. Darüber hinaus vermittelt das Jahrmarkts-Angebot den Kindern ein falsches Bild von Tieren. Sie werden nicht als Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen präsentiert und wahrgenommen, sondern eher als Konsumgut und Gebrauchsgegenstand.

Einige andere Städte haben die Ponykarussells bereits von öffentlichen Flächen verbannt, darunter die Stadt Dachau. Auch der Tierpark Hellabrunn hat das Ponyreiten abgeschafft. Jetzt soll die Stadt München nach dem Willen der SPD-Fraktion nachziehen.

Bettina Messinger, SPD-Stadträtin und Fachsprecherin für Tierschutz, sagt:

„Uns ist klar, dass sicherlich einige Münchnerinnen und Münchner nostalgische Empfindungen in Bezug aufs Ponyreiten haben. Trotzdem sind wir der Überzeugung, dass der Tierschutz mehr Gewicht haben muss als die Tradition. Die Pferde leiden physisch und psychisch unter dem monotonen Im-Kreis-Gehen, das ihnen auf den Jahrmärkten abverlangt wird. Wir fordern, dass diese Schinderei nicht mehr auf städtischen Flächen stattfinden soll. Die Ponykarussells sind einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Es gibt eine Vielzahl artgerechter Alternativ-Angebote mit Ponys und Pferden für Kinder. Über diese soll die Stadt München auf ihrer Homepage informieren, fordert die Rathaus-SPD.

Hier geht's zum SPD-Antrag.

Ponykarussell
Immer stupide im Kreis: Das verträgt sich aus Sicht der Rathaus-SPD nicht mit dem Tierschutz.

  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin

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