Rathaus-SPD initiiert eine interfraktionelle Initiative zur Einrichtung eines Münchner Lesbenzentrums im Glockenbachviertel

11. März 2016

In München leben mehrere Zehntausend lesbische Frauen. Über die Angebote des Vereins LeTRa hinaus gibt es für sie jedoch kaum spezifische Beratungs- und Kommunikationsangebote oder soziale Treffpunkte. Das soll sich nun ändern.

Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte bereits beim CSD im vorigen Juli versprochen, dass ein Münchner Lesbenzentrum eingerichtet werden soll – als Pendant zum „Sub“, das gleichermaßen Kultur- und Freizeitzentrum, Selbsthilfe- und Beratungsort für schwule Männer ist. Der Wunsch danach besteht in der Community seit mehreren Jahren. Jetzt wird das Projekt konkret: Unter Federführung der Rathaus-SPD ist ein interfraktioneller Antrag erarbeitet worden, mit dem die Realisierung des Lesbenzentrums angestoßen wird.

Zunächst muss jedoch ein Konzept entwickelt werden. Nach dem Willen der Rathaus-SPD und anderer Fraktionen soll das neue Zentrum auf jeden Fall Angebote für Regenbogenfamilien und für lesbische, bi- und transsexuelle Flüchtlingsfrauen umfassen. Der Verein LeTRa soll mit seiner Beratungsstelle sowie einem Begegnungs- und Kommunikationszentrum präsent sein, das deutlich besser ausgestattet ist als der bestehende Treffpunkt . Das Kommunalreferat wird in dem gemeinsamen Stadtratsantrag gebeten, Räume im Glockenbachviertel zu suchen.

SPD-Stadtrat Christian Vorländer, Fachsprecher der Fraktion für Lesben und Schwule, sagt:

„Die SPD hält ihr Versprechen: Für lesbische Frauen wird in München ein eigenes Beratungs- und Begegnungszentrum eingerichtet. Die bestehenden Angebote für sie reichen nicht aus. Vereine wie LeTRa haben nicht die notwendigen Kapazitäten, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Wir verbinden mit dem neuen Zentrum auch den Wunsch, dass lesbisches Leben in München sichtbarer werden soll. Bislang gibt es kaum Begegnungsstätten für lesbische Frauen. Was die soziale Infrastruktur für schwule Männer angeht, sind wir in München dagegen schon wesentlich weiter. Jetzt wird es Zeit, dass auch die Frauen eine attraktive Anlaufstelle im Glockenbachviertel erhalten. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, eine fraktionsübergreifende Initiative für das Lesbenzentrum auf die Beine zu stellen. Das zeigt, wie wichtig das Projekt ist, und dass es auch in Zeiten einer knapper werdenden Haushaltskasse ernsthaft und mit Nachdruck verfolgt wird.“

Der Antrag ist von der SPD gemeinsam mit Stadträtinnen und Stadträten der Fraktion Grüne/Rosa Liste, der CSU, der FTB und der Linken eingebracht worden.

Hier geht's zum Stadtrats-Antrag.

  • Christian Vorländer
    Christian Vorländer, Stadtrat

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