Rathaus-SPD setzt Kontrollaktionen gegen Falschparker durch

11. Februar 2016

Münchens Radlerinnen und Radler sind leider oft gezwungen, einen Hindernisparcours zu absolvieren, weil Autos auf Radfahrstreifen geparkt werden. Bereits im August hatte die Rathaus-SPD deshalb per Antrag eine Schwerpunktaktion gegen zugeparkte Radwege gefordert.

Zunächst reagierte das Kreisverwaltungsreferat jedoch ablehnend. Schriftlich ließ es die Stadtratsfraktion wissen, es gäbe bereits die Aktion „Gscheid radln“, bei der Rad- und Autofahrer verstärkt kontrolliert und informiert würden. Zusätzliche Offensiven seien nicht drin. Die Rathaus-SPD ließ jedoch nicht locker und regte in einem Antwortschreiben an Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle erneut an, gezielte Kontrollaktionen durchzuführen – mit Erfolg!

Wie die Rathaus-SPD aus dem KVR erfuhr, werden die geforderten Schwerpunktaktionen nun doch durchgeführt. Vierteljährlich wird die städtische Verkehrsüberwachung Falschparker auf Radfahrstreifen gezielt ins Visier nehmen. Die Fraktion hat dem KVR auch bereits eine erste Liste mit bekannten Problemstellen zukommen lassen. Darüber hinaus soll die regelmäßige Aktion „Gscheid radln“ mit dem Polizeipräsidium fortgesetzt werden.

Im vorigen Monat rückten städtische Einsatzkräfte bereits zur ersten Schwerpunktaktion aus. Vom 11. bis zum 15. Januar überwachten täglich sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 30 Stunden hinweg intensiv die Radwege am Oberanger sowie die Schutzstreifen in der Kapuzinerstraße, die erfahrungsgemäß gerne zugeparkt werden. Die Bilanz: Am Oberanger wurden 42 Verstöße festgestellt, in der Kapuzinerstraße waren es insgesamt 116. Die Autofahrer erhielten entweder eine Verwarnung wegen „Parkens mit Behinderung“, oder sie wurden vor Ort aufgeklärt sowie aufgefordert weiterzufahren und in diesem Bereich nicht mehr zu halten. In einem Fall musste ein Auto, das eine Feuerwehrzufahrt blockierte, sogar abgeschleppt werden.

Die SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion, sagt:

„Allein die erste Schwerpunktaktion hat bereits gezeigt, wie wichtig es ist, intensiver gegen zugeparkte Radwege vorzugehen. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, vierteljährliche Kontrollen durchzusetzen, mit denen das Problem gezielt angegangen wird. Radfahrerinnen und Radfahrer können in gefährliche Situationen geraten, wenn sie in den fließenden Verkehr einfädeln müssen, weil der Radweg mal wieder zugeparkt ist. Deshalb ist es auch nicht zu tolerieren, wenn ein Autofahrer seinen Wagen dort abstellt – und sei es auch nur für ein paar Minuten. Wir bedanken uns bei den städtischen Verkehrsüberwachern, die ihr Augenmerk in Zukunft häufiger auf rücksichtslose Radweg-Blockierer richten werden.“

zugeparkter_Radweg
Eine typische Szene am Oberanger.

  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin

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