Sanierung des Städtischen Klinikums kommt voran

15. Dezember 2015

Der Finanzausschuss des Stadtrats hat heute zwei Entscheidungen getroffen, die den Sanierungsprozess des Städtischen Klinikums weiter vorantreiben.

Zum einen ist ein Grundsatzbeschluss darüber gefasst worden, dass am Standort Schwabing ein neues Notfallzentrum gebaut sowie das Haus 24 saniert werden sollen. Noch in diesem Monat wird beantragt, dass das Projekt ins sogenannte „Jahreskrankenhausprogramm“ des Freistaats aufgenommen wird und somit Fördergelder erhält. Damit ist der zweite Schritt der Umstrukturierung in Schwabing gemacht. In einem ersten Schritt war im Sommer bereits der Neubau einer Kinderklinik am Standort beschlossen worden. Dieses Teilprojekt ist schon in das Programm des Freistaats aufgenommen worden.

Außerdem hat der Finanzausschuss heute der Einrichtung einer Qualifizierungseinheit beim Städtischen Klinikum zugestimmt. Diese soll im April starten. Der Hintergrund: Das Sanierungskonzept sieht auch Personalabbau vor, bis 2022 geht es um bis zu 1500 Vollzeitjobs. Ein Großteil der Stellen soll durch Fluktuation, Verrentung oder Befristung eingespart werden. Bei 400 Vollzeitkräften wird dies voraussichtlich aber nicht gelingen. Sie sollen deshalb wahlweise den Wechsel in eine Qualifizierungseinheit oder eine Abfindung angeboten bekommen. Fünf Jahre lang wird ihr Auskommen dort gesichert sein, denkbar ist, dass sie im ersten Jahr 100 Prozent, im zweiten und dritten 90 Prozent und danach 80 Prozent ihres bisherigen Gehalts bekommen. Ein umfangreiches Ausbildungs- und Weiterqualifizierungsprogramm soll den Menschen dabei helfen, eine neue Beschäftigung zu finden. Die genaue Ausgestaltung der Einheit muss nun mit dem Betriebsrat verhandelt werden.

Horst Lischka, SPD-Stadtrat und Aufsichtsratsmitglied des Klinikums, sagt:

„Die Einrichtung der Qualifizierungseinheit geht auf unsere Initiative zurück. Damit sorgen wir dafür, dass kein Klinik-Beschäftigter kurz- oder mittelfristig ohne Einkommen dasteht. Fünf Jahre lang werden die Betroffenen Zeit haben, sich zu qualifizieren und nach einer neuen beruflichen Aufgabe umzuschauen. Das ist das Höchstmaß an Sicherheit, das wir den Beschäftigten in der momentanen Situation bieten können. Die beiden Entscheidungen im heutigen Finanzausschuss zeigen: Die Sanierung des Klinikums kommt voran! Wir sind auf einem guten Weg.“

  • Horst Lischka
    Horst Lischka, Stadtrat

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