SPD bleibt dabei: Ponyreiten auf Jahrmärkten soll verboten werden

07. März 2016

Im vorigen November hatte die Rathaus-SPD in einem Antrag gefordert, dass bei Jahrmärkten und Volksfesten auf städtischen Flächen in München – also auch auf der Wiesn und der Auer Dult – kein Ponyreiten mehr angeboten werden soll.

Morgen beschäftigt sich der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft mit dem SPD-Vorstoß. Das zuständige Wirtschaftsreferat wird den Stadträtinnen und Stadträten empfehlen, ein Verbot von Ponyreiten auf Jahrmärkten abzulehnen.

Die Rathaus-SPD wird dieser Empfehlung morgen nicht folgen und einen Änderungsantrag einbringen. Sie ist nach wie vor der Auffassung, dass das Angebot auf öffentlichen Plätzen nichts mehr zu suchen hat. Die Fraktion ist allerdings bereit, den Betreibern von Ponykarussells eine Übergangsfrist bis Ende 2017 einzuräumen, damit diese sich beruflich umorientieren können.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, sagt:

„Aus unserer Sicht hat das Wirtschaftsreferat nicht ausreichend begründen können, warum wir das Ponyreiten auf Jahrmärkten nicht verbieten sollten. Deshalb bleiben wir dabei: Es ist nicht artgerecht, die Tiere stundenlang stupide im Kreis trotten zu lassen. Kinder erhalten außerdem ein völlig falsches Bild von Tieren. Die Ponys werden wie ein Gebrauchsgegenstand benutzt. Dass sie Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen sind, spielt überhaupt keine Rolle. Es gibt auch in München viel bessere Möglichkeiten für Kinder, Ponys kennenzulernen. Im Tierpark haben wir uns bereits vor Jahren von dem Angebot eines Ponykarussells verabschiedet. Jetzt wird es Zeit, auch auf der Wiesn und der Auer Dult nachzuziehen. Deshalb hoffen wir morgen im Ausschuss auf eine klare Mehrheit für unseren Änderungsantrag.“

  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin

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