SPD fordert staatliche Unterstützung für private Kulturszene in München

04. Januar 2016

Seit 1996 gibt es den „Kulturfonds Bayern“, aus dem jedes Jahr weit über hundert nichtstaatliche Kulturprojekte in ganz Bayern gefördert werden. Grundsätzlich ausgeschlossen sind allerdings Projekte in München und Nürnberg.

Diese Benachteiligung muss beendet werden, findet die Rathaus-SPD. In einem Stadtratsantrag bittet sie die Stadtverwaltung, sich dafür einzusetzen, dass fortan auch die freie Kulturszene in München von dem Fördertopf profitieren kann.

SPD-Stadtrat Klaus Peter Rupp, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion, sagt:

„Gerade im teuren München hat die freie Künstlerszene einen schweren Stand und kann jede finanzielle Zuwendung gebrauchen. Die Stadt unterstützt bereits, wo sie kann, doch der Freistaat duckt sich weg. Es ist nicht einzusehen, warum die Münchner Kulturschaffenden benachteiligt werden. Uns ist schon klar, dass die Mittel des Kulturfonds einer Förderung des ländlichen Raums dienen sollen. Doch dieses Argument greift nicht, denn in München werden auch Projekte realisiert, die eine überörtliche Bedeutung haben und die weit ins Umland hineinwirken. Die Staatsregierung sollte sich einen Ruck geben und den Künstlerinnen und Künstlern in Ballungsräumen die Chance geben, vom Kulturfonds zu profitieren. Dies wäre aus unserer Sicht nur fair – insbesondere wenn abzusehen ist, dass die Mittel aus dem Kulturfonds Bayern mal wieder nicht vollständig ausgeschöpft werden.“

Auch der Kulturausschuss des Bayerischen Städtetags hatte sich in der Vergangenheit bereits dafür ausgesprochen, dass freie Kunst-Gruppen in München und Nürnberg Mittel aus dem Kulturfonds abrufen können sollten.

  • Klaus Peter Rupp
    Klaus Peter Rupp, Stadtrat

An- oder abmelden ganz einfach – mit dem BayernSPD-Konto.

BayernSPD-Konto