SPD-Fraktion setzt sich für Fortführung des Semestertickets ein

17. März 2016

Zum Wintersemester 2013/14 wurde das Semesterticket im Probebetrieb eingeführt. Seither ist es ein großer Erfolg, zuletzt haben nach Angaben der Studierendenvertretung drei Viertel aller Studierenden ein Semesterticket gekauft.

Nun soll das Ticket vom Probebetrieb in den Regelbetrieb übernommen werden. Dazu wurde seitens der beteiligten Verkehrsunternehmen und des MVV eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um das tatsächliche Nutzungsverhalten der Studierenden zu erfassen und bewerten zu können. Leider sind die Verhandlungen nun ins Stocken geraten. Aufgrund der immer knapper werdenden Zeit besteht jedoch die Gefahr, dass das Semesterticket im Wintersemester 2016/17 ggf. nicht mehr angeboten werden kann.

Die Ratshaus-SPD fordert deshalb heute, dass das Referat für Arbeit und Wirtschaft sicherstellt, dass das Semesterticket auch im kommenden Wintersemester weiterhin angeboten wird. Sollten die Verhandlungen für eine Übernahme des Tickets in den Regelbetrieb nicht rechtzeitig abgeschlossen werden können, ist aus Sicht der SPD-Fraktion in diesem Notfall eine nochmalige Verlängerung des Probebetriebs erforderlich.

SPD-Stadträtin Simone Burger sagt:

„Ein Auslaufen dieses Angebots ist für uns nicht akzeptabel! Es wäre ein Armutszeugnis, wenn in München, einer der größten deutschen Hochschulstädte, die gleichzeitig aber auch die höchsten Lebenshaltungskosten aufweist, kein allgemein gültiges Semesterticket für den ÖPNV angeboten würde. Wir fordern die beteiligten Verhandlungspartner deshalb auf, sich gemeinsam mit der vorliegenden Studie auseinander zu setzen und eine Lösung bei der Preisgestaltung zu finden. Zudem müssen die Studierenden die Chance erhalten, eine ggf. notwendige Urabstimmung adäquat vorzubereiten und durchzuführen. Um sicherzustellen, dass das Ticket in jedem Fall weiter angeboten werden kann, muss im Notfall der Probebetrieb um ein weiteres Semester verlängert werden. Wir fordern deshalb das Referat für Arbeit und Wirtschaft auf, entsprechende Verhandlungen rechtzeitig aufzunehmen.“

Die SPD-Fraktion hat heute in einem weiteren Antrag außerdem die Gleichbehandlung von Auszubildenden und Studierenden beim Angebot „MVG-Rad“ gefordert. Simone Burger sagt: „Für uns ist kein sachlicher Grund erkennbar, warum Studentinnen und Studenten das Angebot MVG-Rad für jährlich 24 Euro bzw. 12 Euro im Halbjahr nutzen dürfen, die Azubis aber 48 Euro jährlich berappen müssen. Hier fordern wir die Verwaltung auf, eine entsprechende Anpassung zu prüfen.“

Hier geht es zu den Anträgen: Fortführung des Semestertickets und Gleichbehandlung bei MVG-Rad.

  • Simone Burger
    Simone Burger, Stadträtin

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