SPD-Stadtratsfraktion bringt Frauenkonferenz auf den Weg

22. Oktober 2015

Im Münchner Rathaus wird im nächsten Jahr wieder eine große Frauenkonferenz veranstaltet. Das hat die Vollversammlung des Stadtrats in dieser Woche beschlossen.

Thema des Treffens wird das sogenannte Gender Budgeting sein. Vereinfacht ausgedrückt geht es dabei um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass die städtischen Haushaltsmittel so eingesetzt werden, dass Frauen nicht benachteiligt werden. Die Rathaus-SPD hatte mit einem Antrag im Februar 2014 den Anstoß für die jetzt beschlossene Konferenz gegeben. Nach der erfolgreichen ersten Münchner Frauenkonferenz im Jahr 2013 forderte die Fraktion damals, dass die Veranstaltung künftig in regelmäßigem Turnus, möglichst alle zwei Jahre, stattfinden solle.

Nun werden – auch aufgrund des erst jüngst vollzogenen Wechsels an der Spitze der Gleichstellungsstelle – drei Jahre zwischen der ersten und der zweiten Konferenz liegen. Das erneute Treffen ist im Oktober 2016 geplant, bis zu 250 Gäste werden dazu erwartet.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Fachsprecherin für Frauen und Gleichstellung, sagt:

„Die Konferenz ist eine Chance, sich mit anderen Städten auszutauschen, und sie ist ein Motor für weitere Verbesserungen in München. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Veranstaltung jetzt beschlossen worden ist. Ein Wort zum Inhalt: Beim Gender Budgeting geht es natürlich nicht um eine pauschale Aufteilung der Haushaltsmittel nach dem 50:50-Prinzip. Vielmehr geht es uns darum, das Richtige für die Richtigen zu tun – und zwar richtig. Um ein praktisches Beispiel zu nennen: Wir haben festgestellt, dass Fortbildungsangebote viel stärker von Männern als von Frauen genutzt werden. Was zum Beispiel auch damit zu erklären ist, dass manche Fortbildungen außerhalb Münchens angeboten werden. Das stellt Frauen, die Kinder haben, vor organisatorische Probleme. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass mehr Fortbildungen in der Stadt selbst angeboten werden.“

Die Stadt kooperiert bei der Organisation der Frauenkonferenz im Herbst 2016 mit dem Deutschen Städtetag und den Deutschen Institut für Urbanistik. Vorgesehen ist ein Austausch mit den Städten Wien, Berlin, Freiburg und Basel, die ebenfalls bereits über Erfahrungen mit der Umsetzung von „Gender Budgeting“ verfügen.

  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin

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