SPD-Stadtratsfraktion unterstützt Freifunker

14. Dezember 2015

Ein freies und unabhängiges W-LAN-Netz – das ist das Ziel der nicht kommerziellen „Freifunkinitiative München“. Bereits im September hatte die SPD-Stadtratsfraktion die Verwaltung mit einem Antrag aufgefordert, diese private Initiative bei der Realisierung von kabellosen Internet-Zugängen in Flüchtlingsunterkünften zu unterstützen.

Vorige Woche haben der Verwaltungs- und der IT-Ausschuss des Stadtrats nun beschlossen: Um schnell und ohne weitere bürokratischen Hürden bei der Versorgung der Flüchtlingsunterkünfte voran zu kommen, wird ein Teil der Unterkünfte von der Stadt selbst mit M-WLAN ausgestattet, bei den anderen soll eine Freifunk-Lösung auf den Weg gebracht werden. Dabei sollen die geringen Materialkosten den Freifunkern ersetzt werden.

Wie sieht der Status quo aus? Bereits an 21 öffentlichen Plätzen in München (http://www.muenchen.de/leben/wlan-hotspot.html) gibt es ein öffentliches und kostenloses M-WLAN, das von den Stadtwerken München im Auftrag der Landeshauptstadt München angeboten wird. Davon unabhängig haben sich die Freifunker zum Ziel gesetzt, die rund 1.200 von Bürgern betriebenen Freifunk-WLAN-Router in München durch ein funkbasiertes Verteilernetz, so genannte Backbones, miteinander zu verbinden. Dazu braucht es Standorte, die sehr hoch gelegen sind. Der IT-Ausschuss hat nun die Verwaltung aufgefordert, Standorte für Freifunk-Router auf städtischen Gebäuden zu ermöglichen.

Bettina Messinger, Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion für den Verwaltungs- und Personalausschuss und dem IT-Ausschuss:

„Wir danken den Ehrenamtlichen beim Verein Freie Netze München für ihr Engagement! Sie wollen den Flüchtlingen ermöglichen, mittels kostenfreiem W-LAN mit ihrer Familie Kontakt zu halten. Dieses Ziel teilen wir voll und ganz. Auch auf Münchens Plätzen wollen wir die kostenlose Internetversorgung weiter ausbauen. Inzwischen gibt es das M-WLAN bereits an 21 Standorten. Damit bieten wir den Münchnerinnen und Münchnern und auch den Besuchern einen guten Service. Freifunk ist dabei keine Konkurrenz sondern als zusätzliches Angebot zu sehen. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich das Anliegen, auch auf städtischem Gebäuden Freifunk-Router zu installieren!“

  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin

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