Stadt hilft Künstlerinnen und Künstlern bei der Atelier-Anmietung – Rathaus-SPD sorgt für Aufstockung der Fördersumme

03. Dezember 2015

Teure Raummieten stellen in München auch Kunstschaffende vor Probleme: Viele Künstlerinnen und Künstler haben zu wenig Geld und in der Folge auch zu wenig Platz, um kreativ sein zu können. Die Stadt unterstützt sie deshalb mit einem Atelierförderprogramm.

Dieses soll auf Antrag der SPD hin jetzt um 50.000 Euro pro Jahr aufgestockt werden. Damit wird der erste Vorschlag aus dem SPD-Antragspaket „Kunst.Braucht.Raum“ umgesetzt.

Zum Hintergrund: Laut einer Erhebung der Künstlersozialkasse verdiente die Mehrheit der Kunstschaffenden zuletzt nicht einmal 15.000 Euro pro Jahr. Zu wenig, um sich in der Stadt mit den deutschlandweit teuersten Mieten ein Arbeitsatelier leisten zu können. Im Rahmen des städtischen Förderprogramms können die Kreativ-Arbeiter, die einen Wohnsitz im S-Bahn-Bereich haben, für einen Zeitraum von drei Jahren Unterstützung beantragen. 195.000 Euro hatte die Stadt bislang jährlich für Mietzuschüsse reserviert. Im Förderzeitraum 2014 bis 2017 profitieren davon 129 Künstlerinnen und Künstler, die Nachfrage stieg zuletzt stark.

Dass der Fördertopf nun auf SPD-Initiative mit weiteren 50.000 Euro gefüllt wird, sorgt dafür, dass in Zukunft mehr Kunstschaffende bei der Anmietung eines Ateliers unterstützt werden können. Außerdem soll mit dem Geld ein Wohnangebot für internationale und überregionale Künstlerinnen und Künstler geschaffen werden, die sich um ein Gastatelier im städtischen Atelierhaus am Domagkpark bewerben.

Kathrin Abele, SPD-Stadträtin und Mitglied im Kulturausschuss, sagt:

„Gerade für Künstlerinnen und Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, ist München ein teures Pflaster. Nicht nur die Wohnungsmieten sind in den vergangenen Jahren gestiegen, auch die Preise für Ateliers sind stetig höher geworden. Doch gerade bildende Künstler, die mit schweren Materialien oder größeren Werkzeugen arbeiten, brauchen für ihre Kunst ausreichend Raum. Wenn die Kunstschaffenden aufgrund der hohen Mieten gezwungen sind, München zu verlassen, blutet unsere Stadt kulturell aus. Deshalb haben wir mit unserem Antragspaket im September die Weichen dafür gestellt, dass Künstlerinnen und Künstler in München noch mehr Unterstützung und Wertschätzung erfahren. Wir freuen uns, dass nun der erste unserer Vorschläge konkret umgesetzt wird.“

  • Kathrin Abele
    Kathrin Abele, Stadträtin

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