Stadtrats-Blog von Christian Müller: Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr

11. Januar 2016

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion startet in seinem neuesten Blog einen Appell für ein stressfreieres und rücksichtsvolleres Miteinander im neuen Jahr.

Das tägliche Brot des Kommunalpolitikers ist die Verkehrsdebatte. Ich will an dieser Stelle nicht aufwärmen, wo die Verkehrslage in unserer Stadt angeblich oder tatsächlich erträglich oder unerträglich ist.

Ich möchte nur auf ein paar kleine Beobachtungen des heutigen Morgens verweisen: Heute nimmt eine Dame in einen übervollen Zug ihr Klapprad mit. Na gut - ist halt ihr Verkehrsmix. Dass die Reifen schließlich bei Ankunft im Hauptbahnhof am Hosenbein der Nahestehenden trocken gerieben waren, das mag der Reifenpflege dienen. Der duldsame Herr, dessen Hosenbein die meisten Trocknungsdienste geleistet hat, wurde dann noch belohnt, als er beim Aussteigen schwungvoll das Hinterrad ans Schienbein geknallt bekam - das Klapprad muss ja rasch ausgeklappt werden.

Beim Überqueren des Zebrastreifens gleich am Hauptbahnhof durfte ich dann springen, weil ein radfahrender Herr mir mit lautem Geklingel bedeutet hat, ich möge mich doch beeilen, schließlich wolle er nicht bremsen.

Das lässt mich an Pasing denken, wo der sogenannte "verkehrsberuhigte Geschäftsbereich" im Pasinger Zentrum von nicht wenigen etwas „cooleren“ Autofahrenden halt einfach als Parkplatz genutzt wird - kontrolliert wird ja eh nicht.

Was ich damit sagen will: Manchmal würde ich mir als Fußgänger (und damit einer Spezies, die zahlreich, aber noch nicht so wehrhaft ist), schlicht und ergreifend etwas mehr Rücksichtnahme wünschen. Wie wär's mit folgendem Vorsatz fürs neue Jahr: Wir alle kommen ein bisschen später an, gehen ein paar Schritte mehr und dafür muss sich niemand ärgern!

  • Christian Müller
    Christian Müller, Stadtrat

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