Wie geht’s weiter am Klinikstandort Schwabing? Die Rathaus-SPD bringt konkrete Vorschläge ein

23. Oktober 2015

Derzeit gibt es im Klinikum Schwabing 870 Betten, nach Umsetzung des Sanierungskonzepts sollen es noch etwa 415 sein. Was passiert dann mit den frei werdenden Flächen und Gebäuden?

Die Rathaus-SPD hat in der Vergangenheit bereits mehrere grundlegende Überlegungen und Vorschläge dazu eingebracht, welche Nachnutzungen sinnvoll und wünschenswert wären. Jetzt beantragt sie die ersten ganz konkreten Projekte, die auf dem Gelände realisiert werden sollen.

So fordert die Stadtratsfraktion die Stadtverwaltung und das Städtische Klinikum mittels Antrag auf, zu prüfen, ob in den Häusern 1 und 2 im Westen des Geländes Mitarbeiterwohnungen entstehen können. Die bestehenden Gebäude sind bereits zurückgebaut. Geht es nach der SPD sollen dort Appartements entstehen, die an das Personal des Klinikums sowie der Münchenstift vergeben werden können.

In einem zweiten Antrag macht sich die Fraktion dafür stark, dass auf dem Schwabinger Gelände Platz fürs Max-Planck-Institut reserviert wird. Dieses plant offenbar, seine Dienst- beziehungsweise Werksmietwohnungen in der benachbarten Kraepelinstraße abzureißen und das Institut dort zu vergrößern. Stünden ihm aber Teile des Krankenhausgrundstücks für die geplante Erweiterung zur Verfügung, könnten die Werkswohnungen des Max-Planck-Instituts erhalten werden.

Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender der Rathaus-SPD und Mitglied im Aufsichtsrat des Klinikums, sagt:

„Die Neuaufteilung des Klinikgeländes bietet uns auch die Chance, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Schon heute tun sich Krankenhäuser und Seniorenheime schwer, ausreichend Pflegepersonal zu finden. Im Wettbewerb um qualifizierte Kräfte sind Mitarbeiterwohnungen ein großer Vorteil. Für viele ist es ein unschlagbares Argument, wenn sie zum Job auch gleich eine Wohnung angeboten bekommen. Darüber hinaus können wir uns noch eine Reihe anderer medizinnaher Nutzungen auf dem Gelände vorstellen, wie zum Beispiel Unterkünfte für Medizintouristen oder Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten.“

Hier finden Sie die Anträge zu den Mitarbeiterwohnungen und zum Max-Planck-Institut.

  • Alexander Reissl
    Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender

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