Aktualisiert am 01.10.2025
Offene Arme für fast 300.000 Menschen: Eine Bilanz zur Altenhilfe
München, 25. September 2025
Über 270.000 Menschen über 65 leben in München. In einem umfangreichen Bericht fasst das Sozialreferat die Angebote der Altenhilfe zusammen. Ein großer Teil der Leistungen geht auf Initiative der SPD zurück.
München verfügt über ein bundesweit einmaliges Netz an sozialer Infrastruktur für ältere Menschen: Mittlerweile 33 Alten- und Service-Zentren (ASZ) sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Im Herbst eröffnet offiziell das 34. Im Prinz-Eugen-Park in Bogenhausen. Dort gibt es Raum für Begegnung, Veranstaltungen und Beratung. Dass es dieses Angebot braucht, sieht man an der großen Zahl an Seniorinnen und Senioren: 270.000 Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen. Viele noch fit: Dennoch haben fast alle irgendwann Beratungs- oder Unterstützungsbedarf.
Rund 153.700 Mahlzeiten im Jahr 2024 – davon die Hälfte kostenfrei
Seit Anfang 2019 gibt es in allen ASZ den Mittagstisch: Ein Angebot, bei dem Senior*innen in der Regel dreimal pro Woche eine warme Mahlzeit bekommen – entweder für einen fairen Preis, vergünstigt oder gratis, wenn die Rente nicht reicht. Auf SPD-Antrag gibt es das Angebot mittlerweile auch in den Seniorentreffs und damit an insgesamt 50 Standorten. Dabei geht es nicht nur um ein warmes Mittagessen. Auch das Zusammenkommen mit guten Gesprächen gegen die Einsamkeit gehört zum Konzept.
Besondere Bedarfe in der Altenhilfe
Die Bereiche, in denen ältere Menschen Unterstützung benötigen, sind sehr vielfältig. Barrierefreiheit, finanzielle Nöte wegen der knappen Rente, der digitale Gang zum Amt: Oft ist es ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren. Die offene Altenhilfe ist deshalb die erste Ansprechstelle – wie in der Hausarztpraxis kann man über jedes Anliegen sprechen und entweder eine direkte Lösung finden oder einen weiterführenden Kontakt vermitteln.
Frauen leben im Alter oft allein
Was uns die Zahlen auch sagen: Die Mehrzahl der älteren Menschen in München sind Frauen. Sind es bei der Gruppe der Ü80-Senior*innen bereits 60 Prozent kommt man für Einpersonenhaushalte in dem Alter sogar auf 73 Prozent. Konkret bedeutet das: 32.500 Frauen über 80 in München leben allein. Frauen sind häufiger von Altersarmut betroffen, weil sich die Ungleichbehandlung im Berufsleben oder auch die oft auf die Frau abgewälzte Kindererziehung negativ auf Rente und Erspartes auswirkt. Mit einer guten Unterstützungsstruktur für ältere Menschen leistet die Landeshauptstadt also auch gute Gleichstellungsarbeit.
Altenhilfe mit neuen Angeboten
Ein von der SPD im Dezember 2023 initiiertes Projekt zur hauswirtschaftlichen Versorgung hilft in fünf Alten- und Service-Zentren (unter anderem in Sendling und Milbertshofen) älteren Menschen bei kleineren Besorgungen und Anliegen im Haushalt, die allein nicht erledigt werden können. Trotz schwieriger Haushaltslage wird sich die SPD-Stadtratsfraktion dafür einsetzen, dass diese Leistung in den kommenden Jahren flächendeckend ausgebaut wird. Zudem arbeitet die Fraktion daran, bereits vorhandene Fahr- und Begleitdienste (zum Arzt oder ins Amt) auszubauen.
„Wir wollen für unsere Seniorinnen und Senioren da sein, damit sie so lange wie möglich gut daheim leben können, nicht vereinsamen und es ihnen einfach gut geht. Dafür stecken wir jedes Jahr nahezu 50 Millionen Euro in Angebote vom Alten- und Servicezentrum bis hin zu einer guten Pflegeplatzversorgung.“
Anne Hübner, SPD-Fraktionsvorsitzende
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„Wir wollen für unsere Seniorinnen und Senioren da sein, damit sie so lange wie möglich gut daheim leben können, nicht vereinsamen und es ihnen einfach gut geht. Dafür stecken wir jedes Jahr nahezu 50 Millionen Euro in Angebote vom Alten- und Servicezentrum bis hin zu einer guten Pflegeplatzversorgung.“