Aktualisiert am 21.11.2025
SPD setzt sich für ein Miteinander in der Altstadt ein
Schrittweise Reduzierung des Autoverkehrs nur im Einklang mit den Anwohnenden, Gewerbetreibenden und dem Handwerk
München, 31. Oktober 2025
Im November legt das Mobilitätsreferat den Grundsatzbeschluss „Altstadt für alle“ vor, der eine Verkehrsberuhigung des Gebiets innerhalb des Altstadtrings vorsieht. Die SPD-Stadtratsfraktion hat mit allen Akteuren gesprochen und bringt einen Ergänzungsantrag ein, der für mehr Konsens und ein gutes Miteinander plädiert.
Mehr als sechs Jahre nach der ursprünglichen Beauftragung wird das Mobilitätsreferat im November den Stadtrat mit den Ergebnissen eines langen Konzeptions- und Beteiligungsprozesses befassen. Ziel ist die schrittweise Beruhigung der Altstadt durch die Bevorzugung der notwendigen Verkehre (Anwohner, Handwerk, Gewerbe- und Lieferverkehr) und die konsequente Ableitung des sonstigen Verkehrs in Parkhäuser. Dabei sollen die Interessen von Menschen mit altersbedingten und sonstigen Einschränkungen durch bedachte Lösungen Berücksichtigung finden. Wer das Auto in der Altstadt zwingend benötigt, muss auch künftig nicht darauf verzichten.
Nach Gesprächen und Abstimmung mit der IHK, der Handwerkskammer, der DEHOGA München, City Partner e.V. und der Bürgerinitiative Tal schlägt die SPD folgende Ergänzungen zum Beschlusstext vor:
- Das aufgrund partiell veralteter Daten kritisierte, dem Beschluss anhängende Gutachten wird lediglich zur Kenntnis genommen, nicht aber beschlossen.
- Fehlende Daten zu Stellplätzen (vor allem in Tiefgaragen) sollen aktualisiert und dem Stadtrat erneut berichtet werden.
- Ein Park-Leitsystem muss entwickelt werden, um den Parksuchverkehr sinnvoll zu kanalisieren.
- Ein tragfähiges Kurzzeitparkkonzept (10 statt der vorgesehenen 3 Minuten) ist nachzureichen.
- Auf die Interessen des Tourismus ist noch einmal vertieft einzugehen.
- In alle künftigen Schritte sind alle Stakeholder eng und mitentscheidend einzubinden.
- Alle baulichen Maßnahmen sind dem Stadtrat vorab zur Beschlussfassung vorzulegen.
Mit diesen Ergänzungen kann der Prozess „Altstadt für alle“ in die Detailplanung gehen. Mitte nächsten Jahres ist dann mit der Feinplanung für das Östliche Angerviertel/ Graggenauer Viertel zu rechnen.
Die SPD-Stadtratsfraktion wird mit allen Interessensvertretungen und den Bürgerinnen und Bürgern eng im Austausch bleiben, um sicherzustellen, dass die Altstadt künftig noch mehr als bisher ein Ort wird, an dem sich alle wohlfühlen, der jedoch auch die bisherige Wirtschaftskraft bewahrt, gute Rahmenbedingungen für Handwerk und Tourismus bietet und die angestammte und lebenswerte Heimat ihrer Bewohnerinnen und Bewohner und aller Münchnerinnen und Münchner bleibt.
„Wir haben uns sehr bemüht, alle Belange so aufzugreifen, dass dieser Beschluss von einer breiten Mehrheit getragen werden kann. Im Detail sind noch viele Fragen zu klären, aber dieser Beschluss ist ein wichtiger Auftakt. Wir halten an der Zielsetzung einer verkehrsberuhigten Altstadt mit Aufenthaltsqualität, grünen Oasen, attraktiven Geschäften, Arztpraxen, Handwerk und Wirtschaft fest. Ein großer Dank gilt allen Verbänden, Kammern und der BI für das gute Miteinander.“
Anne Hübner, SPD-Fraktionsvorsitzende
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg


