Die LGBTI-Arbeit im Bildungsbereich stärken II – Aufklärungsarbeit an Schulen und in Jugendeinrichtungen sichern!

16. Oktober 2019

Antrag

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, zu prüfen, ob die beiden Aufklärungsprojekte zum Thema LGBTI in München – Aufklärungsprojekt München und diversity@school – personell bedarfsgemäß ausgestattet sind.

Begründung

Sowohl in der aktuellen Schulklimabefragung 2018 als auch in der Studie der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen „Da bleibt noch viel zu tun...!“ wird deutlich, dass die Situation von LGBTI-Kindern und -Jugendlichen stark belastet ist und Diskriminierung und Ausgrenzung noch immer oft an der Tagesordnung sind.

Die Landeshauptstadt München kann solche Ergebnisse nicht ignorieren, es muss uns ein Anliegen sein, gegen LGBTI-Feindlichkeit in Schulen und Jugendeinrichtungen zu arbeiten. Den beiden Aufklärungsprojekten kommt hierbei eine zentrale Rolle zu, da sie mit einem peer-to-peer-Ansatz hohe Wirkung bei Jugendlichen erzielen. Derzeit sind beide Projekte soweit bekannt ausgelastet. Bei einem so wichtigen Thema muss gewährleistet werden, dass die zahlreichen Anfragen von Schulen und Jugendeinrichtungen vollständig bedient werden können.

Vor allem in den Bereichen

Koordinierung der Unterrichtsbesuche in den Schulen, Durchführung von pädagogischen Maßnahmen an Schulen und Einrichtungen, Gewinnung neuer Ehrenamtlicher, Schulung und Fachberatung der Ehrenamtlichen, Qualifizierung der Ehrenamtlichen, Auf- und Ausbau sowie Pflege von Kooperationen sowie Weiterentwicklung bestehender pädagogischer Konzepte und Entwicklung neuer Konzepte für die Arbeit mit Jugendlichen darf bei beiden Projekten gar nicht erst ein Defizit bzw. Rückstand entstehen. Die Stadtverwaltung soll daher prüfen, ob die zur Erfüllung dieser wichtigen Arbeit notwendige personelle Ausstattung ausreichend ist oder ob es weiterer Maßnahmen bedarf, um dies zu gewährleisten.

gez.
Christian Vorländer
Verena Dietl
Julia Schönfeld-Knor
Kathrin Abele
Haimo Liebich
Cumali Naz
Anne Hübner
Marian Offman

Stadtratsmitglieder