Eine Multi-Konzept-Sporthalle für den Münchner Sportclub

29. Oktober 2019

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport wird beauftragt, auf den Bau einer neuen Halle auf dem Gelände des Münchner Sportclubs (MSC) hinzuwirken, um damit Flächen für den Vereins- und Schulsport zu schaffen.

Dabei ist zu prüfen, inwieweit im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit den Sportverbänden und unter Verwendung von Mitteln des Bundes und des Freistaates Bayern für die bislang provisorisch untergebrachten Bundesstützpunkte Hockey und Tischtennis eine gemeinsame Heimat errichtet werden kann.

Es ist zudem darzustellen, wie die Frage der Bauherreneigenschaft und der künftige Hallenbetrieb geregelt werden können.

Begründung

Die Sporthalle des MSC ist aus Sicherheitsgründen seit längerer Zeit gesperrt. Der Verein selbst ist in absehbarer Zeit finanziell nicht in der Lage, ein entsprechendes Neubaupro­jekt zu realisieren. Auch das Sonderförderprogramm für den Bau neuer Sporthallen kann der Verein nicht nutzen, da er die nötigen Fördervoraussetzungen nicht erfüllt (bspw. Mitgliederzahl, mindestens zehn Abteilungen). Trainings- und Spielzeiten sind bislang auf verschiedene Standorte in München verteilt.

Gleichzeitig besteht angesichts der Bevölkerungsentwicklung ein hoher Druck, alle verfügbaren Flächen und Ressourcen zu nutzen, um dem Vereins- und Schulsport Raum zu bieten. Dies gilt insbesondere für den Münchner Norden.

Hinzu kommt die besondere Chance, in einer gemeinsamen Halle zwei bestehende Bundesstütz­punkte im Hockey- und im Tischtennissport zu vereinen sowie damit deren Aberkennung zu verhindern – dies könnte geschehen, weil die aktuelle Trainingssituation als ungenügend bewertet werden könnte. Besonders der Hockeyleistungssport hat in München eine lange Erfolgsgeschichte mit Mannschaftsmeistertiteln und olympischen Medaillen im Frauen- und Herrenbereich.

Nachdem der MSC ein derartiges Projekt nicht stemmen kann und für die Einrichtung leistungssportlicher Stützpunkte auch nicht verantwortlich ist, sollte die Sportstadt München alle Beteiligten zusammenführen, insbesondere den Bayerischen Tischtennis-Verband und den Bayerischen Hockeyverband. Damit entstünde die Chance, dass in gemeinsamer Anstrengung und mit finanziellen Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern ein neuer Standort für die Stützpunkte begründet und ggf. weiterer Raum für den Breitensport geschaffen werden kann. Gerade für den Tischtennissport als olympische Hallensportart könnte im Zuge dessen eine erhöhte Förderung des Bundes in Aussicht stehen.

gez.
Verena Dietl
Kathrin Abele
Christian Müller
Cumali Naz
Julia Schönfeld-Knor
Haimo Liebich
Anne Hübner

Stadtratsmitglieder