Verkehrswende konsequent bürgernah gestalten I: City-Busse für die Münchner Altstadt

27. November 2020

Antrag

Das Mobilitätsreferat stimmt mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und in enger Kooperation mit dem Beteiligungsreferat RAW ab, wie eine Binnenerschließung der autoreduzierten Altstadt ab Fahrplanwechsel im Jahr 2022 mit kleinen, 100 % emissionsfreien Bussen möglich ist. Es ist zu prüfen, ob diese Busse mit entsprechenden Freigaben durch Verkehrsschilder (“Linienverkehr frei”) auch die Fußgängerzonen kreuzen oder dort halten dürfen. Bei der Anschaffung der Busse ist darauf zu achten, dass diese barrierefrei gestaltet sind und damit auch die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen berücksichtigen. Wir beantragen die Anschaffung dieser Kleinbusse – die im Unterschied zu Elektro-Gelenkbussen aktuell nicht durch Bund oder Land gefördert werden – mit städtischen Mitteln.

Begründung

Eine autofreie Altstadt ist keine nahverkehrsfreie Altstadt. Beispiele aus Wien, Québec und Lubjana zeigen, dass ein solcher Bus ein perfektes Verkehrsmittel für Senior*innen und Personen mit Mobilitätseinschränkung ist. Er muss also nicht als Massenverkehrsmittel mit großen Fahrgastzahlen ausgelegt werden, da er ein Zusatzangebot z.B. auch für Käufer*innen in den Fachgeschäften der Altstadt mit schweren Einkäufen darstellen kann um zur nächsten U-Bahn oder S-Bahnstation Stachus, Sendlinger Tor, Odeonsplatz, Isartor oder gar einem Parkhaus am Altstadtring zu kommen. Sobald die knapp 3000 KfZ-Stellplätze im Straßenraum der Altstadt in mehr Raum für den Umweltverbund umgewandelt wurden, sind für ein solches Busangebot auch Straßen wie die Kreuzstraße zu befahren.

Initiative:
Nikolaus Gradl
Andreas Schuster
Simone Burger
Christian Müller
Roland Hefter
Felix Sproll
Dr. Julia Schmitt-Thiel

SPD/Volt-Fraktion

Paul Bickelbacher
Gudrun Lux
Mona Fuchs
Sofie Langmeier
Florian Schönemann
Christian Smolka
Sibylle Stöhr

Fraktion Die Grünen-Rosa Liste