Das Münchner Erfolgsmodell kita finder+ stetig weiterentwickeln

04. Januar 2022

Antrag

Das Referat für Bildung und Sport wird gebeten, die Erfolgsbilanz der neuesten Änderungen (v. a. Möglichkeit der Wahl einer Kita mit Priorität 1) am kita finder+ darzustellen und insbesondere aufzuzeigen, wo weitere Entwicklungen möglich sind. Hierbei ist die besondere Situation von Alleinerziehenden zu berücksichtigen. Ziel ist es, die Vergabe stetig zu beschleunigen, zu vereinfachen und insbesondere möglichst vielen Familien eine zu ihnen passende Kita zu vermitteln.

Außerdem wird gebeten, dass die schriftliche Kommunikation über verschiedene Etappen des Vergabeprozesses kritisch überprüft wird. Diese hat in der Vergangenheit bei einigen Eltern zu Beunruhigung geführt, weil der Eindruck eines schon so gut wie abgeschlossenen Vergabeprozesses entstanden ist.

Begründung

Seit Einführung der Vergabe städtischer und städtisch geförderter Kitas in München über den kita finder+ ist das Tool stetig weiterentwickelt und verbessert worden. Dies hat zu großen Fortschritten bei der Vergabe geführt. Plätze werden immer schneller, gerechter und für die Familien zufriedenstellender vergeben.

Anhand der Erfahrungen aus den bisherigen Änderungen am kita finder+ sollten nun weitere Änderungen durchgeführt werden, um die Zufriedenheit noch weiter zu erhöhen und noch mehr Familien einen passenden Platz zu vermitteln. Insbesondere ist hier an die Möglichkeit der Wahl auch einer zweiten und dritten Priorität bei der Anmeldung über den kita finder+ zu denken. Außerdem sollte erneut geprüft werden, ob über die Arbeitszeiten hinaus die individuelle Dringlichkeit der Betreuung (zum Beispiel aufgrund besonders langer Fahrtwege, Anzahl der Geschwisterkinder, die ebenfalls versorgt oder in Kitas gebracht werden müssen oder zu pflegender Angehöriger, Schichtarbeit oder alleiniger Betreuung von Kindern durch ein einziges Elternteil) bei der Einstufung der Dringlichkeit in Betracht gezogen werden kann. Auch sollten Anreize für immer mehr MFF-Einrichtungen geschaffen werden, Plätze ebenfalls nach den Kriterien der städtischen Einrichtungen zu vergeben, um größere Einheitlichkeit und damit Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Ein großer Fortschritt ist die regelmäßige Kommunikation mit den Eltern über E-Mails über den aktuellen Stand des Vergabeprozesses. Allerdings hat sich gezeigt, dass die Formulierungen teilweise zu Beunruhigung geführt haben, da der Eindruck entstanden ist, die Mitteilung sei, dass man definitiv keinen Platz erhalten habe. Hier könnte ggf. an einigen Formulierungen gefeilt werden.

SPD/Volt-Fraktion:

Lena Odell
Julia Schönfeld-Knor
Barbara Likus
Cumali Naz
Felix Sproll
Stadtratsmitglieder

Fraktion Die Grünen - Rosa Liste:

Sebastian Weisenburger
Clara Nitsche
Dr. Hannah Gerstenkorn
Marion Lüttig
Nimet Gökmenoğlu
Stadtratsmitglieder