Aktualisiert am 12.06.2026

Wero kommt nach München

Europäischer Bezahldienst für städtische Gebühren wird eingeführt

München 12. Juni 2026

Die Landeshauptstadt München wird künftig den europäischen Bezahldienst Wero als weiteres Zahlungsmittel für städtische Dienstleistungen anbieten. Einen entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat im Rahmen der Weiterentwicklung digitaler Verwaltungsangebote gefasst. Damit wird ein Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom November 2025 umgesetzt.

Die Vorbereitungen für die Einführung laufen bereits auf Hochtouren. Als erster Anwendungsfall stehen die Standesamtsgebühren des Kreisverwaltungsreferats für die Produktivsetzung bereit. Dieser Bereich ist besonders relevant, da er rund ein Viertel aller Zahlungen über die städtische Paypage ausmacht. Allein im Jahr 2024 wurden hier rund 55.000 der insgesamt etwa 209.000 digitalen Zahlungen abgewickelt.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 wird Wero schrittweise für weitere Dienstleistungen eingeführt. Geplant sind unter anderem Anwendungen für Gewerbeanmeldungen, Bibliotheksgebühren, Führerscheine, Einbürgerungsverfahren sowie verschiedene weitere Verwaltungsleistungen.

Für einzelne Fachverfahren, insbesondere im Bereich des Einwohnermeldewesens sowie der Kfz-Zulassung, sind aufgrund notwendiger technischer Anpassungen Umstellungen erst im Jahr 2027 vorgesehen.

„Immer mehr Menschen erledigen Behördengänge digital und erwarten zeitgemäße Zahlungsmöglichkeiten. Mit Wero steht erstmals ein europäischer Bezahldienst zur Verfügung, der eine attraktive Alternative zu außereuropäischen Anbietern bietet. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Landeshauptstadt München diesen Service künftig für Zahlungen an die Stadt ermöglicht.“

Lena Odell, SPD-Sprecherin im Kreisverwaltungsausschuss

Den von der SPD-Stadtratsfraktion gestellten Antrag zur Wero-Einführung finden Sie hier.

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