Gegen die Schließung des Kaufhofs am Rotkreuzplatz

Aktualisiert am 12.05.2026

ANTRAG

Der Oberbürgermeister wird gebeten, sich für den Erhalt des Kaufhofs am Rotkreuzplatz einzusetzen. Hierzu wird vorgeschlagen, seitens des OB Gespräche mit den Eigentümern aufzunehmen sowie die gesetzlichen Möglichkeiten bauordnungs- und ggf. bauplanungsrechtlicher Natur zu nutzen.

 

BEGRÜNDUNG

Die Filiale Galeria Karstadt Kaufhof am Rotkreuzplatz ist für München und konkret den Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg sehr wichtig. Sie ist nicht nur ein Kaufhaus des Einzelhandels mit ca. 120 Arbeitsplätzen. Der Kaufhof ist Kern des Stadtteils, Ankerpunkt für viele weitere Geschäfte im unmittelbaren Umfeld, für viele Arbeitnehmer, Familien und vor allem für viele Senioren unverzichtbarer Teil der Nahversorgung. Zudem ist das Gebäude städtebaulich bedeutsam, gibt dem Viertel ein lebendiges Gesicht und sorgt für hohe Attraktivität am Platz und im Umfeld. Die Nutzung als Kaufhaus an dieser Stelle reduziert den Verkehr für den Einkauf des täglichen Bedarfs und sorgt damit auch für Lebensqualität im gesamten Stadtbezirk.

Berichten zufolge ist das Gebäude im Besitz einer Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen, einer Anstalt des öffentlichen Rechts mit hohen Besitzanteilen hessischer und thüringischer öffentlicher Kreditinstitute bzw. der jeweiligen Länder. Entsprechend erscheint eine politische Einflussnahme möglich.

Auch im Hinblick auf bauplanungs- wie bauordnungsrechtliche Fragen, nicht zuletzt nach der wohl bereits erfolgten Thematisierung eventueller Umbaupläne in einer Sitzung der Stadtgestaltungskommission, hat der Oberbürgermeister Einflussmöglichkeiten, um sich gegen die mit großen Nachteilen verbundene Schließung des Kaufhofs am Rotkreuzplatz einzusetzen.

 

SPD-Fraktion
Dr. Christian Köning
Kathrin Abele
Paula Gundi
Simone Burger

Mitglieder des Stadtrates