Aktualisiert am 21.04.2026
„Soziale Verantwortung ernst nehmen!“ SPD-Appell an kirchliche Bauherren
München, 11. März 2026
Weniger als zehn Prozent der von einem Kirchenorden geplanten Wohnungen an der Kistlerstraße sind für den preisgedämpften Mietwohnungsbau vorgesehen. Für die SPD ist das zu wenig. Gemeinsam mit den kirchlichen Bauherren muss man Wege finden, wie auf Grundstücken der katholischen Kirche bezahlbare Wohnungen entstehen.
An der Kistlerstraße 11 wollen die Armen Klosterschwestern Wohnungen bauen. Mit dem heute beschlossenen Änderungsantrag möchte die SPD-Fraktion verbindlich mindestens zehn Prozent dieser Wohnungen im preisgedämpften Segment schaffen, sodass sie günstig vermietet werden. Damit reagiert die SPD auf eine besorgniserregende Entwicklung beim kirchlichen Immobiliengeschäft: Zuletzt hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter gemeinsam mit dem Mieterverein die Caritas aufgefordert, den geplanten Verkauf ihrer Wohnungen an den Höchstbietenden zu überdenken. Der Sozialverband hatte angekündigt, ein Jugendwohnheim und zwei Wohnhäuser zu veräußern.
„München braucht einen starken gemeinwohlorientierten Sektor im Wohnungsbau. Die katholische Kirche war und ist Teil davon. Und sie muss es bleiben. Gemeinden, Ordensverbände und andere kirchliche Verbände wollen sich von ihren Wohnungsbeständen trennen oder hoch lukrativen Wohnungsbau schaffen. Unser Appell an die Kirche: Die Kirche muss ihre soziale Verantwortung ernst nehmen. Wir brauchen sie als wichtigen Teil des gemeinwohlorientierten Wohnungsbaus.“
Simone Burger, wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„München braucht einen starken gemeinwohlorientierten Sektor im Wohnungsbau. Die katholische Kirche war und ist Teil davon. Und sie muss es bleiben. Gemeinden, Ordensverbände und andere kirchliche Verbände wollen sich von ihren Wohnungsbeständen trennen oder hoch lukrativen Wohnungsbau schaffen. Unser Appell an die Kirche: Die Kirche muss ihre soziale Verantwortung ernst nehmen. Wir brauchen sie als wichtigen Teil des gemeinwohlorientierten Wohnungsbaus.“