Aktualisiert am 21.05.2026

Bahnausbau Ost

Realistische Zahlen: SPD-Fraktion will Klarheit zu Bahn-Lärmschutz in Trudering und Daglfing

München, 20. April 2026

Alles deutet darauf hin, dass die Deutsche Bahn für ihre Lärmschutzberechnungen im Münchner Osten mit veralteten Zahlen plant. Die SPD-Stadtratsfraktion erneuert ihre Forderung nach aktuellen Zahlen. Außerdem soll die DB InfraGO bei der Erneuerung der Schatzbogenbrücke die Verkehrssituation im Münchner Osten berücksichtigen.

Mit Stadtratsanfrage fordert die SPD-Stadtratsfraktion Verwaltung und Bahn auf, die Prognosen bei der Zugzahlen im Münchner Osten zu aktualisieren. Die DB InfraGO wisse um die aktuellen Zahlen, dürfe sie aber bei ihren Berechnungen für Schall- und Erschütterungsschutz an der Truderinger Spange nicht benutzen. Sie ist an den Bundesverkehrswegeplan 2030 aus 2016 gebunden.

Prognosen zur Brennerstrecke aus Österreich und Italien legen nahe, dass davon abweichend täglich 100 zusätzliche Züge diese Strecke passieren werden. Dies birgt ein Risiko: An der Spange Trudering-Daglfing soll die Bahnstrecke aus Lärmschutzgründen eingehaust werden. Wenn die DB InfraGO für dieses Bauvorhaben mit zu wenigen Zügen plant, könnte der Lärm- und Erschütterungszug am Ende nicht reichen.

In einer zweiten Anfrage adressiert die SPD die Stadtverwaltung und die Deutsche Bahn. Sie regt an, dass die auf absehbare Zeit angespannte Verkehrssituation im Münchner Osten unbedingt mitgedacht werden muss, wenn die Bahn die Schatzbogenbrücke erneuert. Es ist von großen Einschnitten für den Straßenverkehr auszugehen, wenn die vierspurige Straße auf zwei Spuren verschmälert wird und zwei Bahnübergänge wegfallen.

Andreas Schuster„Beim Ausbau des Bahnknotens im Münchener Osten kämpfen wir seit mehr als sechs Jahren für die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen. Wir haben das Recht, die Wahrheit zu erfahren und brauchen dringend realistische Zugzahlen. Alles deutet darauf hin, dass die Planung nicht mehr aktuell ist. Auch bei der Schatzbogenbrücke befürchten wir, dass die Auswirkungen auf den Gesamtverkehr unterschätzt werden.“

Andreas Schuster, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.