Aktualisiert am 16.12.2025

Neuperlach und Berg am Laim: Kulturbauten für die Stadtbezirke

SPD bringt Spar- und Finanzierungsvorschläge ein

München, 04. Dezember 2025

Der Stadtrat hat die Zukunft der beiden geplanten Stadtteilkulturzentren in Berg am Laim und Neuperlach beschlossen. Damit die Vorhaben auch in unsicheren Haushaltszeiten eine Zukunft haben, hat die SPD-Fraktion Vorschläge eingebracht, wie der Bau gesichert wird.

 

Kulturzentrum, Sozialbürgerhaus und Nachbarschaftstreff: Seit Jahren plant die Stadt den Neubau am Hanns-Seidel-Platz, der viele städtische Nutzungen unter ein Dach bringen soll. Insbesondere das Stadtteilkulturzentrum wünschen sich die Menschen in Neuperlach schon lange. Auch in Berg am Laim geht es voran: Für das Stadtteilkulturzentrum an der St.-Michael-Straße hat der Stadtrat über die weitere Planung beraten. Damit beide Vorhaben auch finanziell sicher sind, hat die SPD Änderungsvorschläge eingebracht:

Finanzierung für den Hanns-Seidel-Platz

Weil aktuell nicht klar ist, wie das Projekt künftig finanziert werden kann, möchte die Rathaus-SPD zusammen mit der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt einen Alternativplan prüfen lassen. Sollte es sich abzeichnen, dass die Stadt auf absehbare Zeit kein Geld für das Vorhaben aufbringen kann, könnten die Stadtwerke den Hanns-Seidel-Platz selbst bebauen – bei der aktuellen Offensive im Werkswohnungsbau für die SWM-Beschäftigten haben sie sich als zuverlässiger und effizienter Bauträger erwiesen. Unter einem Dach könnten dann SWM-Wohnungen und städtische Einrichtungen entstehen, für die der LHM-Haushalt nicht belastet würde. Im Gegenzug erhalten die Stadtwerke das Grundstück, richten der Stadt aber ein umfangreiches Nutzungsrecht für deren Räume ein. Bis es so weit ist, muss es für die Menschen vor Ort weiterhin ein gutes kulturelles Angebot geben. Deshalb ist Teil der SPD-Änderungen, dass die aktuelle Zwischennutzung überprüft und ausgebaut wird.

Berg am Laim: Bezahlbar bauen

An der St.-Michael-Straße entsteht ein für Berg am Laim wichtiges Kulturzentrum. Allerdings sind die von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Baukosten zu hoch. Über 20.000 € pro Quadratmeter Nutzfläche überschreitet die finanzielle Schmerzgrenze angesichts der aktuellen Sparbemühungen. Die SPD-Stadtratsfraktion möchte deshalb zwar grünes Licht für den weiteren Projektablauf geben, allerdings muss die Stadtverwaltung bis zur nächsten Stadtratsbefassung erhebliche Sparvorschläge einbringen.

„Schön, dass sich nach Pasing auch im Osten etwas bewegt. Die Menschen in Neuperlach und Berg am Laim warten schon sehr lange auf ihre Kulturzentren. Für uns ist klar, dass sie realisiert werden. Deshalb tun wir alles dafür, dass die beiden Kulturzentren kommen – das heißt auch, dass wir bei den Kosten genau hinschauen müssen.“

Julia Schönfeld-Knor, SPD-Sprecherin im Kulturausschuss

Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.