Erholungsorte: Rathaus-SPD will mehr Stadtbäche freilegen

19. Mai 2017

Die SPD-Stadtratsfraktion will Münchens Stadtbäche freilegen: In einem Antrag fordert die Rathaus-SPD die Verwaltung auf, entsprechende Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben.

Wichtig ist der Fraktion dabei, dass die Stadtbäche nicht nur freigelegt, sondern auch erlebbar gemacht werden. Grünflächen, Bepflanzung, Sitzgelegenheiten – an den Bächen sollen Erholungsräume entstehen.

München hat ein großes Netz an Stadtbächen, die meisten davon abgezwickt von der Isar. Auf über 175 Kilometern Länge verlaufen sie durch die Stadt. Bloß: Häufig sieht man nichts davon. Ein großer Teil der Bäche fließt unterirdisch. Im Zuge der Bautätigkeit vor allem in den 1960er Jahren sind viele Stadtbäche verschwunden, manche wurden trockengelegt, andere unter die Erde in Rohre geleitet.

Bereits 1981 hat der Stadtrat das Planungs- sowie das Baureferat beauftragt, Konzepte für die Wiederbelebung der Münchner Stadtbäche zu erarbeiten. Das ist an einigen Stellen bereits geschehen. Zurzeit konzentrieren sich die Bemühungen auf die Öffnung des Hachinger Bachs in Berg am Laim. Die SPD-Stadtratsfraktion will mehr: Weitere Bäche sollen freigelegt und als ansprechende Erholungsräume gestaltet werden. Sowohl Green City als auch das Münchner Forum haben hier bereits konkrete Ideen geäußert. Diese sollen eingebunden werden.

SPD-Stadträtin Bettina Messinger sagt:

„Stadtbäche sind wertvoll: Sie sorgen für ökologischen Ausgleich, verbessern das Stadtklima und sind eine natürlicher, lebendiger Erholungsraum. München braucht mehr davon! Dort, wo bereits Bäche oberirdisch fließen, etwa am Auer Mühlbach, zeigt sich, wie sehr sie von den Münchnerinnen und Münchnern geschätzt werden. Wir wollen deshalb weitere Orte schaffen, an denen Stadtbäche erlebbar sind. Das heißt, dass dort, wo es möglich ist, an den Ufern der Bäche grüne, gemütliche Orte der Entspannung entstehen sollen. Mit unserem Antrag wollen wir entsprechende Ideen unterstützen und dafür sorgen, dass Bäche an Stellenwert gewinnen und bei der Stadtplanung berücksichtigt werden.“

  • Horst Lischka
    Horst Lischka, Stadtrat
  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin
  • Heide Rieke
    Heide Rieke, Stadträtin
  • Jens Röver
    Jens Röver, Stadtrat
  • Klaus Peter Rupp
    Klaus Peter Rupp, Stadtrat

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