Gerecht: So will die Rathaus-SPD den MVV-Tarif reformieren

17. Mai 2017

die SPD Stadtratsfraktion will das MVV-Tarifsystem gerechter und den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver machen. Einen entsprechenden Antrag der Fraktion hat der Stadtrat heute beschlossen.

Attraktive Preise für alle und Ermäßigungen für diejenigen, die sie benötigen: So will die SPD-Stadtratsfraktion das Tarifsystem des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) gestalten. Bei der geplanten Reform spricht sich die Rathaus-SPD klar gegen Nachteile für die Stammfahrer, also die Abokunden aus und fordert ein pauschales Jugendticket.

Außerdem soll das Seniorenticket nicht ans Alter, sondern an den Renteneintritt gekoppelt werden. Und schließlich soll die Verwaltung prüfen, inwieweit Ermäßigungen für Menschen mit geringem Einkommen zusätzlich oder anstatt der bisherigen preisreduzierten Angebote möglich sind. Einen entsprechenden Änderungsantrag hat der Stadtrat heute beschlossen.

Der MVV braucht ein Jugendticket: Während es für Studierende bereits ein sehr attraktives Semesterticket gibt, stehen SchülerInnen und Auszubildende schlechter da. Das liegt am Gesetz, das nur ein ermäßigtes Ticket für den Weg zur Schule oder Ausbildungsstätte vorsieht. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soll sich bei der Staatsregierung dafür einsetzen, dass geprüft wird, wie ein pauschales Jugendticket möglich wird.

Der MVV braucht ein echtes Seniorenticket: Anstatt die Berechtigung dazu am Alter festzumachen, soll sie an den Renteneintritt gekoppelt werden.

Der MVV braucht ein Ticket für Geringverdiener: Was wäre, wenn es zusätzlich zu oder gar anstatt einzelner Ermäßigungen für verschiedene Gruppen gleich einen preisreduzierten Tarif für Menschen mit geringem Einkommen (oberhalb des Sozialtickets Isarcard S) gäbe? Das soll die Stadtverwaltung prüfen.

SPD-Stadträtin Simone Burger, stellv. Sprecherin im Wirtschaftsausschuss, sagt:

„Wir wollen den ÖPNV attraktiver und gerechter machen. Alle sollen sich Mobilität leisten können. Darum fordern wir ein pauschales Jugendticket sowie ein Seniorenticket ab dem Renteneintritt. Aber wir denken noch weiter: Ermäßigungen sind für diejenigen da, die wenig Geld zur Verfügung haben. Darum könnten Ermäßigungen vom Einkommen abhängig gemacht werden – egal ob bei Geringverdienern, Alleinerziehenden oder RenterInnen mit Durchschnittsrente. Die Verwaltung soll prüfen, inwieweit und mit welchen Folgen die bisherigen preisreduzierten Angebote dadurch ergänzt oder ersetzt werden könnten.“

  • Simone Burger
    Simone Burger, Stadträtin

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