SPD-Antrag: Kein Profit für Denkmal-Zerstörer

07. September 2017

Die SPD-Stadtratsfraktion stellt sich gegen die dreiste Zerstörung historischer Gebäude zum Zweck des Profits und setzt sich mit einem Antrag dagegen ein, dass aus dem rechtswidrigen Abriss in Giesing ein wirtschaftlicher Nutzen für die Verantwortlichen entsteht.

Im Fall des rechtswidrig abgerissenen denkmalgeschützten Hauses in Giesing dürfen die Verantwortlichen keinen Nutzen aus dem illegalen Handeln ziehen. Deshalb setzt sich die Fraktion in einem Antrag an die Stadtverwaltung für Maßnahmen ein, die dies verhindern sollen. Konkret lässt die SPD prüfen, ob ein Wiederaufbau des abgerissenen Hauses gefordert sowie der wirtschaftliche Nutzen, der aus einer Neubebauung entstehen könnte, eingezogen werden kann.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Heide Rieke, wohnungs- und planungspolitische Sprecherin:

„Dass hinter dem empörenden Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes in der Oberen Grasstraße Gewinnerzielungsabsichten liegen, drängt sich geradezu auf: Den Bagger, mit dem das Haus abgerissen wurde, hätte man für die genehmigten Sanierungsarbeiten gar nicht gebraucht. Einen derartigen Bau-Vandalismus aus Profitgier dürfen wir nicht dulden. Die Stadt muss einen wirtschaftlichen Nutzen von vorneherein unterbinden, um zu zeigen, dass sich ein derartiges Vorgehen keinesfalls lohnt.“

Die Option, das denkmalgeschützte Haus im Sinne des historischen Ensembles vor Ort neu zu errichten, hat für die Rathaus-SPD Priorität. Gleichzeitig soll ausgeschlossen werden, dass dieses illegale Vorgehen sich für die Verantwortlichen als wirtschaftlich rentabel erweist und möglicherweise von anderen wiederholt wird.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Reissl sagt dazu:

„Vorrangig soll geprüft werden, ob die Wunde im Stadtbild und im geschützten Ensemble der Feldmüllersiedlung dadurch geheilt werden kann, dass sich eine Neubebauung an der Dimension des mutwillig zerstörten Hauses bemisst. Ebenso ist es aber wichtig, das kriminelle Vorgehen zu sanktionieren. Die Zerstörung eines Denkmals darf keinen Profit abwerfen.“

Den Antrag finden Sie hier.

  • Alexander Reissl
    Alexander Reissl, Fraktionsvorsitzender
  • Heide Rieke
    Heide Rieke, Stadträtin

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