SPD fordert genügend Hausärzte für jedes Stadtviertel

31. Mai 2017

Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich mit zwei Anträgen für eine bessere Verteilung der hausärztlichen Versorgung über das Stadtgebiet ein.

Wer in der Innenstadt einen Hausarzt sucht, ist besser dran als derjenige, der im Hasenbergl eine Medizinerin für die hausärztliche Versorgung braucht. Das soll sich ändern: Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich dafür ein, dass in jedem Viertel genügend Hausärztinnen und Hausärzte niedergelassen sind. Mit zwei Anträgen treibt die Rathaus-SPD ihre Initiative zur neuen Bedarfsplanung sowie einer besseren Versorgung voran.

Hintergrund ist, dass sich in einigen Stadtteilen die Praxen ballen, während andere unterversorgt sind. Im April hatte die SPD-Stadtratsfraktion deshalb bereits einen Antrag zu einer neuen Bedarfsplanung gestellt und damit eine Diskussion über die Verteilung der hausärztlichen Versorgung in München angestoßen.

Nun arbeitet die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) an einer neuen Bedarfsplanung. Die Rathaus-SPD fordert die Stadtverwaltung auf, darzustellen, welche Konsequenzen diese Planung in Bezug auf die Neuaufteilung der hausärztlichen Versorgung für München sowie das Umland haben werden.

SPD-Stadtrat Dr. Ingo Mittermaier, gesundheitspolitischer Sprecher, sagt:

„Wer in München eine HausärztIn braucht, soll diese auch in seinem Viertel vorfinden: Das medizinische Angebot darf nicht davon abhängen, in welchem Stadtviertel man wohnt, sie ist ein Muss für alle. Deshalb setzen wir uns nachhaltig für eine bessere Verteilung ein. Die aktuelle Diskussion und die neue Planung der KVB ist eine Chance, die Situation zu verbessern. Die Stadtverwaltung soll den aktuellen Stand und Konsequenzen darstellen.“

Außerdem lässt die Fraktion prüfen, inwieweit das sogenannte „Berliner Modell“ ein Vorbild für München sein könnte.

SPD-Stadträtin Simone Burger, Fachsprecherin für Arbeitsmarktpolitik, sagt:

„Berlin ist wie auch München sehr gut mit HausärztInnen versorgt. Allerdings hat man es dort geschafft, diese gleichmäßiger übers Stadtgebiet zu verteilen. Wir wollen wissen, wie das geklappt hat, welche rechtlichen Grundlagen es gibt und ob dieser Weg auch für München Vorteile bieten könnte.“

  • Kathrin Abele
    Kathrin Abele, Stadträtin
  • Simone Burger
    Simone Burger, Stadträtin
  • Haimo Liebich
    Haimo Liebich, Stadtrat
  • Dr. Ingo Mittermaier
    Dr. Ingo Mittermaier, Stadtrat
  • Dr. Constanze Söllner-Schaar
    Dr. Constanze Söllner-Schaar, Stadträtin
  • Birgit Volk
    Birgit Volk, Stadträtin

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