SPD und CSU organisieren die städtische IT neu

01. Februar 2017

Die Stadtratsfraktionen von CSU und SPD haben sich heute auf die Eckpfeiler für die Neuorganisation der städtischen IT verständigt.

Das haben SPD und CSU vor:

  1. Gegründet werden soll ein eigenes IT-Referat mit einem dann für die gesamte städtische IT zuständigen Referenten. Dieser soll noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Dem zu gründenden Referat wird zunächst der Eigenbetrieb it@M unterstellt. Die städtischen Referate behalten kleinere, eigene IT-Einheiten, die sich jedoch künftig auf das fachliche Anforderungsmanagement konzentrieren sollen. Auch soll es weiterhin an allen großen Standorten der Stadt einen „Vor-Ort-Support“ geben, um IT-Ausfälle so schnell wie möglich zu beheben beziehungsweise im besten Fall ganz zu vermeiden.

  2. Parallel wird die Gründung einer Betriebs-GmbH geprüft, in die der Eigenbetrieb überführt werden soll, sobald die wesentlichen Voraussetzungen (u. a. Klärung der Umsatzsteuerpflicht) vorliegen. Die GmbH bietet die Voraussetzung für ein flexibleres Personalmanagement und mehr unternehmerische Freiheit.

  3. Die IT in den Schulen und Kindertageseinrichtungen soll in einem ersten Schritt in eine bei den Stadtwerken München angegliederte GmbH integriert werden. Dies ist sinnvoll, damit den Bildungseinrichtungen und somit den Schülerinnen und Schülern künftig zeitnah gute Lernbedingungen mit Unterstützung von leistungsfähiger Hard- und Software geboten werden können. In einem zweiten Schritt soll mittelfristig eine Umgliederung an die noch zu gründende Betriebs-GmbH geprüft werden.

Den beiden großen Rathausfraktionen ist es ein Anliegen, dass künftig alle städtischen Beschäftigten mit nach intern und extern kompatiblen, modernen Bürosoftwareanwendungen arbeiten. Bis spätestens zum Jahr 2020 soll deshalb ein einheitlicher städtischer Standard erarbeitet werden. Bis dahin wird es Aufgabe des neuen IT-Referenten gemeinsam mit den anderen Referaten sein, geeignete Anwendungsprogramme einzusetzen. Strategisches Ziel muss es zudem sein, dass die städtischen Anwendungen unabhängig vom Betriebssystem des Endgerätes funktionieren. Dies ist auch deshalb wichtig, weil zunehmend mobile Endgeräte zum Einsatz kommen, die weder unter Linux noch unter Microsoft laufen.

Schon heute läuft der Großteil der städtischen Fachanwendungen reibungslos und mit einem guten Service für die Münchnerinnen und Münchner. Mit der Neuorganisation der IT wird die Voraussetzung geschaffen, künftig eine noch leistungsstärkere, stabilere und bürgerfreundliche Verwaltung zu etablieren, die Dienstleistungen dann auch verstärkt online anbietet, um überflüssige Behördengänge zu vermeiden.

Stadträtin Kristina Frank, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin der CSU-Fraktion im Verwaltungsausschuss, sagt:

„Unsere städtische IT muss einfach funktionieren. Einfach in jeder Hinsicht: Innerhalb der Verwaltung, mit anderen Behörden sowie mit unseren Bürgerinnen und Bürgern. Wir alle haben das Bedürfnis, unsere Kommunikation weiter zu verbessern und die Arbeit zu erleichtern. Unsere Entscheidung, zunächst ein schlankes IT-Referat zu gründen, schafft klare Verantwortungsstrukturen. Der technische Marktstandard muss dabei auch für die städtische IT gelten."

Stadträtin Anne Hübner, IT-Sprecherin der SPD-Fraktion, sagt:

„Auch in den vergangenen Jahren hat sich in der städtischen IT schon vieles in eine gute Richtung entwickelt. Die Umorganisation jetzt ist dennoch nötig, auch wenn wir damit unseren Beschäftigten erneut eine Veränderung zumuten. Wir brauchen jedoch einen klaren Verantwortlichen, der Prioritäten setzt und eine Vorstellung hat, wie eine zukunftsfähige, bürgerfreundliche IT aussehen kann. Vom neuen IT-Referenten erhoffe ich mir zudem, dass er Entwicklungsprozesse verkürzt und die Kosten für die IT im Auge behält. Momentan dauert es in vielen Fällen einfach viel zu lange und kostet enorm viel Geld, bis wir Software, die oft als Standardprodukt auf dem Markt verfügbar ist, bei der Stadt im Einsatz haben. Das muss sich ändern, damit die Stadt in einer zunehmend digitalen Dienstleistungsgesellschaft konkurrenzfähig bleibt.“

  • Anne Hübner
    Anne Hübner, Stadträtin
  • Hans Dieter Kaplan
    Hans Dieter Kaplan, Stadtrat
  • Haimo Liebich
    Haimo Liebich, Stadtrat
  • Bettina Messinger
    Bettina Messinger, Stadträtin
  • Christian Vorländer
    Christian Vorländer, Stadtrat

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