SPD will Versorgung für Menschen mit Behinderung stärken

12. September 2017

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert, dass eine gute Versorgung von Menschen mit Behinderung und deren Familien nicht an Zuständigkeitsfragen scheitern darf. Außerdem will die Rathaus-SPD ein ausreichendes Angebot an Kurzzeitpflege für behinderte Kinder schaffen.

Die SPD-Stadtratsfraktion stößt mit zwei Anträgen Verbesserungen bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen an. Zentrales Anliegen ist es, die entsprechenden Angebote nicht daran scheitern zu lassen, wer zuständig ist. Besser ist es, gemeinsam zu planen und so koordiniert bessere Unterstützung zu bieten.

Ein Beispiel, das den Bedarf zeigt, sind Kurzzeitwohnplätze für Kinder mit Behinderung. Diese fehlen – ein adäquates Angebot gibt es in München nicht, wie eine aktuelle Studie zum Thema zeigt. Die Landeshauptstadt München ist für die Bedarfsplanung im Bereich Menschen mit Behinderung zwar nicht mehr zuständig, dieser Bereich wurde an den Bezirk Oberbayern übergeben. Die SPD-Stadtratsfraktion fordert aber, dass die Stadt sich trotzdem kümmert. In den SPD-Anträgen wird das Sozialreferat gebeten, gemeinsam mit dem Bezirk Oberbayern sowie dem Behindertenbeirat einen Weg zu finden, wie Planung und Umsetzung von Angeboten für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien künftig enger koordiniert und besser abgestimmt werden können. Insbesondere ist das Ziel, baldmöglichst ein Angebot an Kurzzeitwohnplätzen zu schaffen.

SPD-Stadträtin Anne Hübner, Mitglied im Sozialausschuss, sagt:

„Ein gutes Versorgungsangebot für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien darf nicht an Zuständigkeitsfragen scheitern! Kurzzeitwohnplätze für Kinder mit Behinderung sind ein Beispiel, das den Handlungsbedarf zeigt: Eltern von Kindern mit Behinderung benötigen aus ganz unterschiedlichen Gründen, etwa einer eigenen Erkrankung oder Überlastung durch zusätzliche Aufgaben, manchmal die Möglichkeit, ihr schwer behindertes Kind in einer Kurzzeitpflege unterzubringen. Hier sollen Stadt, Bezirk und Behindertenbeirat gemeinsam ein adäquates Angebot schaffen. Die engere Zusammenarbeit soll dann auch bei anderen Aufgaben in der Versorgung von Menschen mit Behinderung Verbesserungen bringen.“

SPD-Stadtrat Christian Müller, sozialpolitischer Sprecher, sagt:

„Perspektivisch ergibt sich ein ähnliches Bild für die Menschen mit Pflegebedarf. Auch hier soll die Stadt sich nicht aus Planung und konzeptionellen Fragen zurückziehen, weil Mitgestaltungsmöglichkeiten für eine bedarfsgerechte, soziale und den Menschen gerecht werdende Infrastruktur erhalten bleiben müssen.“

Die Anträge finden Sie hier. und hier.

  • Simone Burger
    Simone Burger, Stadträtin
  • Verena Dietl
    Verena Dietl, Stadträtin
  • Anne Hübner
    Anne Hübner, Stadträtin
  • Christian Müller
    Christian Müller, Stadtrat
  • Cumali Naz
    Cumali Naz, Stadtrat
  • Dr. Constanze Söllner-Schaar
    Dr. Constanze Söllner-Schaar, Stadträtin

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