Aktualisiert am 21.11.2025
Gleichstellung im Fokus: Verwaltungsausschuss setzt starke Zeichen
München, 13. November 2025
Der Stadtrat hat in der Sitzung des Verwaltungsausschusses deutlich gemacht: Gleichstellung gehört ins Zentrum kommunalen Handelns. Auf der Tagesordnung standen gleich drei richtungsweisende Themen: Der zweite EU-Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt, die aktuelle LGBTIQ*-Strategie gegen Hass und Hetze sowie der Bericht zur geschlechtergerechten Haushaltssteuerung.
Der Bericht zur EU-Gleichstellungscharta bilanziert 33 städtische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt – darunter Kampagnen, Schutzkonzepte und Empowerment für besonders gefährdete Gruppen. Mehr als zwei Drittel sind umgesetzt, die anderen sind in Arbeit. Der Stadtrat bekannte sich zudem zu neun neuen Artikeln der EU-Charta, die u. a. digitale Gewalt und Antifeminismus aufgreifen – Themen mit wachsender Relevanz.
Das Konzept „Queeres Leben in München“ kontert die Zunahme queerfeindlicher Gewalt mit einem klaren Plan: sichere Räume, Aufklärung in Schulen, besserer Opferschutz, Ausbau queerer Infrastruktur. Der Ausschuss unterstützt die Initiative „Zeig Flagge. Zeig’s an!“ und fordert, LGBTIQ*-feindliche Taten sichtbarer zu machen – online wie offline.
Auch die Steuerung des städtischen Haushaltes unter Gleichstellungsaspekten macht Fortschritte: Mit dem sogenannten Wirkungstransparenzbericht, einer Art detaillierter Kassenbon, kann man genau sehen, ob die städtischen Gelder auch wirklich bei den Richtigen ankommt und wirksam sind. Das Ziel, bis 2025 bei 25% des Haushaltes zu untersuchen, ist zwar knapp verfehlt, aber München hat eine bundesweit einmalige, qualitativ hochwertige Steuerung etabliert.
Der Stadtrat betont mit den gestrigen Beschlüssen: Gleichstellung soll als Querschnittsaufgabe in allen Referaten verankert werden. Die Stadt setzt auf Aufklärung, Empowerment und konsequentes Handeln. München versteht Gleichstellung nicht als Ziel – sondern als Haltung. Diese Haltung bleibt Leitlinie für Politik und Verwaltung.
München ist auch in Sachen Gleichstellung in einer Vorreiterrolle und legt noch einmal nach: Mit Maßnahmen gegen Gewalt, für Vielfalt und mit einem Haushalt, der Gleichstellung nicht nur verspricht, sondern beziffert. Der Verwaltungsausschuss macht klar: Gleichstellung ist nicht verhandelbar, sondern Verpflichtung.“
Micky Wenngatz, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


München ist auch in Sachen Gleichstellung in einer Vorreiterrolle und legt noch einmal nach: Mit Maßnahmen gegen Gewalt, für Vielfalt und mit einem Haushalt, der Gleichstellung nicht nur verspricht, sondern beziffert. Der Verwaltungsausschuss macht klar: Gleichstellung ist nicht verhandelbar, sondern Verpflichtung.“
