Neue Schule in Pasing nicht leer stehen lassen
Aktualisiert am 19.10.2022
Die neue Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße in Pasing darf nicht ein Jahr lang leer stehen. Das fordert die SPD/Volt-Stadtratsfraktion heute in einem Antrag. Stattdessen sollen Klassen aus der benachbarten Oselschule ausgelagert werden, die unter enormer Platznot leidet. Die neue Schule könnte dann 2022/23 in Betrieb gehen, wenn in dem Neubauviertel genügend Familien leben.
Die Schule ist schon da, die Kinder aber fehlen: Das wird von diesem Herbst an bei der neuen Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße in Pasing der Fall sein. Das Gebäude wird fertig, das dortige neue Stadtviertel aber ist noch nicht so weit entwickelt, dass dort schon ausreichend Familien leben würden. Erst von September 2022 an will das Referat für Bildung und Sport die Grundschule in Betrieb nehmen. Damit würde sie ein Jahr lang leer stehen.
Das lehnt die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat entschieden ab. Wenn zu wenig Schülerinnen und Schüler für eine eigene Schule vorhanden sind, soll dort eben für ein Jahr eine Außenstelle der benachbarten Grundschule an der Oselstraße entstehen. Denn dort herrscht enormer Platzmangel: Zimmer müssen doppelt genutzt werden, die nachmittägliche Betreuungssituation ist beengt und die Essensversorgung unzureichend. Das erschwert der Schulfamilie die tägliche Arbeit enorm.
Könnten Klassen die neue Schule an der Hermine-von-Parish-Straße nutzen, würde das die Situation entspannen. Zum Schuljahr 2022/23 könnte dann die neue Grundschule in Betrieb genommen werden.
Dazu sagt Christian Müller, Vorsitzender der SPD/Volt-Fraktion:
„Es ist erfreulich, dass wir eine so vorausschauende Schulplanung haben und Schulen mittlerweile vor den Wohnungen in Neubauvierteln fertig sind. Es wäre aber absurd, die ungenutzt zu lassen. Die Oselschule in Pasing platzt aus allen Nähten, während daneben ein neues Schulgebäude ein Jahr lang leer steht, weil es noch nicht genügend Schülerinnen und Schüler gibt. Das können und wollen wir so nicht hinnehmen, zumal die Lösung so einfach ist. Wir fordern, Klassen der Oselschule auszulagern, bis die neue Grundschule an der Hermine-von-Parish-Straße in Betrieb geht.“
