Alles tun für ein gutes Leben im Alter

SPD-Stadträtin Anne Hübner

12. August 2019

Stadträtin Anne Hübner beschreibt diese Woche in einem Blog, was die SPD im Münchner Rathaus für ältere Münchnerinnen und Münchner leistet – und was sie in diesem Bereich noch vor hat. Heute gibt sie einen Überblick über Angebote für Seniorinnen und Senioren.

Im eigenen Zuhause, gesund, gut abgesichert und die Kinder kommen regelmäßig zu Besuch: So wünschen wir alle uns das Älterwerden. Und während einige tatsächlich so viel Glück haben, erleben andere die Schattenseiten des Alterns: eine niedrige Rente, weit entfernt lebende Angehörige, Krankheit oder sogar Pflegebedürftigkeit. Die meisten müssen irgendwann den Verlust des geliebten Partners ertragen. Nicht selten drohen dann Armut und Einsamkeit. Auch wenn wir hier in München die Höhe der Renten und der Zuschüsse aus der Pflegekasse nicht bestimmen können, so tun wir alles in unserer kommunalpolitischen Macht Stehende, um den Seniorinnen und Senioren in München ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Heute und in den folgenden Tagen möchte ich zu den wesentlichen Themen und Problemlagen das zusammenfassen, was wir als SPD-Stadtratsfraktion tun, was wir noch vorhaben und wo Sie sich im Bedarfsfall hinwenden können, wenn Sie oder ein Angehöriger Unterstützung benötigen.

Heute geht’s los mit einem Überblick zu den Münchner Angeboten für Seniorinnen und Senioren:

• Seit 2008 zahlen wir in München als einzige Stadt in Deutschland einen erhöhten Regelsatz für Seniorinnen und Senioren, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind. Diesen wollen wir, sobald es rechtlich möglich ist, auf mindestens 524 Euro statt der bundesweiten 424 Euro erhöhen. Die Grundsicherung im Alter ist ein gesetzlicher Anspruch für alle, deren Rente zum Leben nicht ausreicht. Niemand muss sich scheuen, sie zu beantragen. Auch die Sorge, dass die Kinder dann mitzahlen müssen, ist seit vielen Jahren unbegründet.

Wenn Sie sich beraten lassen wollen, können Sie das im Alten- und Service-Zentrum oder in Ihrem zuständigen Sozialbürgerhaus. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

• In unseren 32 Alten- und Service-Zentren (ASZ) können alle mit weniger als 1.350 Euro Rente kostenfrei zu Mittag essen. Beratung in allen Lebenslagen, kostengünstige/-freie Ausflüge und Kulturangebote, Sportkurse und eine starke, vor Einsamkeit schützende Gemeinschaft sind hier für alle selbstverständlich. Ihr zuständiges ASZ finden Sie hier.

• Seniorinnen und Senioren ab 75 Jahren werden, sofern sie das wünschen, zu Hause von einer spezialisierten Fachkraft zu allen Fragen und Angeboten rund um das Alter individuell beraten.

• Ab 2020 wird es ein verstärktes Angebot an hauswirtschaftlichen Dienstleistungen für Seniorinnen und Senioren geben. Bezahlbare Unterstützung beim Putzen, Einkaufen oder ein Fahrdienst zum Arzt werden dann möglich.

• Häufig ändern sich im Alter die Bedürfnisse beim Wohnen. Barrierefreiheit wird für viele eine zwingende Voraussetzung, um im eigenen Zuhause gut leben zu können. Entsprechende Unterstützung erhalten Sie kostenfrei in den ASZ, den Beratungsstellen für ältere Menschen und Angehörige und besonders spezialisierten Wohnberatungsstellen.

• In den Sozialbürgerhäusern ist Hilfe in besonders schwierigen Lebenslagen erhältlich. Hier ist die Grundsicherung im Alter zu beantragen und hier kümmern sich sozialpädagogische Fachkräfte in Krisensituationen. Damit die Sozialbürgerhäuser sich noch besser um die spezifischen Problemlagen älterer Menschen kümmern können, entsteht gerade ein entsprechender Fachdienst. Auch sollen die Häuser offener und noch kundenfreundlicher werden. Ihr zuständiges Sozialbürgerhaus finden Sie hier.

• Die Beratungsstellen für pflegende Angehörige und ältere Menschen, zum Beispiel die der AWO, unterstützen bei allen wesentlichen Fragen, v.a. zur Grundsicherung, zu besonderen Wohnangeboten im Alter (u.a. Betreutes Wohnen) und zur Pflegebedürftigkeit sowie den dabei entstehenden Kosten. Neben fachlicher Beratung, Vermittlung von ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeplätzen, Unterstützung beim Ausfüllen von Vorsorgevollmachten und Anträgen gibt es hier auch Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.

Falls nach diesem Überblick noch Fragen offen sind oder Sie Ideen und Vorschläge haben, freue ich mich auf eine E-Mail. Morgen geht’s dann weiter mit den sozialpolitischen Forderungen an die Bundespolitik.

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