Auf Initiative der Rathaus-SPD: Kindertagespflege gestärkt

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl
Foto: Carmen Lindemann

21. November 2019

Die Kindertagespflege in München wird besser ausgestattet: Das hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrats heute auf Initiative der SPD-Fraktion beschlossen.

Die SPD hatte in einem Antrag zweierlei gefordert: Zum einen sollten die Elternbeiträge in der Kindertagespflege an jene in der Kindertagesbetreuung angeglichen werden – damit Familien bei beiden Formen die gleichen Vorteile habe. Dies wurde bereits im September vom Stadtrat beschlossen. Zum anderen sollten die Einrichtungen noch besser unterstützt und begleitet werden. Dazu – sowie auch zur Genehmigung der nötigen Gesamtkosten in Höhe von jährlich rund 2,1 Millionen Euro zusätzlich – diente der heutige Beschluss, der unter anderem den Bereich der Fachberatung für die Großtagespflege deutlich stärkt.

Dazu sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Dietl, stellv. Sprecherin im Kinder- und Jugendhilfeausschuss:

„Unser Einsatz, die Kindertagespflege zu stärken, zeigt Wirkung: Das Angebot gerade in der Großtagespflege – dort werden Kinder nicht im eigenen Zuhause, sondern ähnlich der Kindertagesbetreuung in angemieteten kindgerechten Räumlichkeiten betreut – wächst rasant an. Im Jahr 2014, also zu Beginn der aktuellen Stadtratsperiode, waren es nur 28 Großtagespflegestellen mit insgesamt 279 Plätzen. Zum 1. Juli 2019 gab es bereits 94 Standorte mit 846 Plätzen. Die Prognose des Sozialreferats rechnet bis Jahresende 2020 mit circa 160 Standorten und rund 1440 Plätzen. Das ist ein großer Erfolg und gleichzeitig die Aufgabe, auch im stark gewachsenen Angebot eine hohe Qualität zu sichern.

Mit der erfolgreichen Initiative, die Elternbeiträge in der Kindertagespflege an die der Kindertagesbetreuung anzugleichen und die Zuschüsse entsprechend anzupassen, hat die SPD das Modell für Eltern wie Anbieter gleichermaßen attraktiver und einfacher gemacht, denn es sinkt damit auch der Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig ist es uns sehr wichtig, mit intensiver fachlicher Beratung und Begleitung der Großtagespflegestellen sowie der weiteren Qualifizierung des Personals dafür zu sorgen, dass die Qualität stimmt. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass die Kinder gut versorgt und betreut werden, dass die Eltern ein so einfaches wie verlässliches Angebot vorfinden und die Pflegestellen in ihrer Arbeit bestmöglich unterstützt werden.

Darüber hinaus erwarten wir, dass sich auch der Freistaat an dieser wichtigen Betreuungsform beteiligt – was er bisher nicht tut. Das Land ist in der Verantwortung hier mehr für die Familien zu tun.“

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