Auf SPD-Antrag: Stadt fördert Projekt "Mein Papa kommt"

SPD-Stadtrat Christian Müller, Sprecher im Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Foto: Carmen Lindemann

17. September 2019

Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Stadtrats hat heute auf Initiative der SPD-Stadtratsfraktion die Förderung des Projekts „Mein Papa kommt“ beschlossen. Dieses unterstützt bei der Ausübung des Umgangsrechts: Wenn ein Elternteil nach der Trennung oder Scheidung viele Kilometer entfernt von seinem Kind lebt, bekommt die Mutter oder der Vater durch bundesweite Vermittlung die Chance auf kostenfreie Übernachtungen bei ehrenamtlichen Gastgebern.

Außerdem wird ein kindgerechter Umgangsraum, das sogenannte „Kinderzimmer auf Zeit“, nahe dem Wohnort des Kindes organisiert, um Eltern und Kind eine ungestörte gemeinsame Zeit zu ermöglichen. Die Rathaus-SPD hatte die Unterstützung dieses Projekts beantragt.

Dazu sagt SPD-Stadtrat Christian Müller, Sprecher im Kinder- und Jugendhilfeausschuss:

„Wenn Eltern sich trennen und in unterschiedlichen Städten leben, scheitert der regelmäßige Besuch der Kinder leider oft auch am fehlenden Geld. Dagegen hat der Träger ,Flechtwerk 2+1‘ mit ,Mein Papa kommt‘ ein tolles Konzept entwickelt. Auf Initiative der SPD-Stadtratsfraktion fördert die Stadt dieses nun mit jährlich 62.000 Euro. Kinder brauchen eine sichere Bindung zu beiden Elternteilen. Das Programm bietet Vätern und Müttern dazu neue Wege. Es nimmt den Eltern Stress und finanzielle Sorgen, gleichzeitig bietet es pädagogische Beratung.

Aktuell wird es durch ,Mein Papa kommt‘ für 35 Kinder aus München ermöglicht, dass sie von ihrem getrennt lebenden Elternteil besucht werden können. Seit Bestehen des Angebotes konnte dies für 116 Kinder möglich gemacht werden. Außerdem leben in München 13 Elternteile, die durch das Angebot von ,Flechtwerk 2+1‘ mit ihren außerhalb von München lebenden Kindern Umgang pflegen können. Seit Beginn des Programms haben 58 Elternteile dieses Angebot wahrgenommen. Wir unterstützen dieses wertvolle Angebot.“

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