Bakterienbelastete Milch: SPD setzt sich für Verbraucherschutz ein

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Vorländer
Foto: Carmen Lindemann

11. Oktober 2019

Wenige Tage nach dem weltweiten Rückruf deutscher Wurstwaren wegen Listerienbefalls – in diesem Fall sind wegen mehrerer Todesopfer in höchstwahrscheinlichem Zusammenhang Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen worden – alarmiert die nächste Nachricht verseuchter Lebensmittel.

Das Molkereiunternehmen Deutsche Milchkontor GmbH rief am Freitagmorgen fettarme Milch der Discounter-Marken, wie „Milfina“, „K-Classic“ und „Gut & Günstig“, wegen Bakterienbelastung zurück. Die Bakterien können demnach Durchfall auslösen und das Immunsystem schwächen. Zu kaufen ist die Milch in allen großen Supermärkten, wie Kaufland, Rewe, Edeka, Aldi oder auch Lidl.

Dabei scheint die Information der AbnehmerInnen sowie der VerbraucherInnen mangelhaft. Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn konnte dokumentieren, dass selbst am späten Vormittag am heutigen Freitag noch vom Rückruf betroffene Milch in Münchner Supermarktregalen stand – ohne Hinweis. Zusammen mit SPD-Stadtrat Christian Vorländer mobilisierte er das Kreisverwaltungsreferat, das umgehend reagierte und KollegInnen der Lebensmittelüberwachung vor Ort schickte.

Dazu sagt SPD-Stadtrat Christian Vorländer, Sprecher im Kreisverwaltungsausschuss:

„Es ist vorbildlich, wie schnell die städtische Lebensmittelüberwachung reagiert – aber bedenklich, dass die Information durch Hersteller und die Verbraucherschutzministerien in Bund und Land zuvor offenbar mangelhaft war. In solchen Fällen sind Transparenz und eine schnelle Information unerlässlich, um Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam zu schützen. Wir erwarten, dass umgehend sichergestellt wird, dass belastete Milch nicht mehr an Kundinnen und Kunden verkauft werden kann und dass jene, die betroffene Produkte gekauft habe, rasch vom Rückruf erfahren.“

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