Berufsfachschüler*innen entlasten: SPD-Modellprojekt Azubi-Wohnen

SPD-Stadträtin Simone Burger
Foto: Carmen Lindemann

04. Dezember 2019

Der Planungsausschuss des Stadtrats hat heute auf Initiative der SPD ein Modellprojekt Azubi-Wohnen für Berufsfachschüler*innen beschlossen.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Simone Burger, Fachsprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

„München bietet Berufsfachschüler*innen in einem Modellprojekt bezahlbaren Wohnraum – das haben wir gefordert und mit unserem Antrag Erfolg gehabt. Der Planungsausschuss hat unserer Initiative heute zugestimmt. Der Plan: Den Wohlfahrtsverbänden wird ein unbebautes städtisches Grundstück vergünstigt im Erbbaurecht vergeben. Darauf soll mit entsprechender Förderung ein Wohnheim speziell für Berufsfachschüler*innen, etwa in den Bereichen Pflege und Altenpflege, mit festgesetzten, bezahlbaren Mieten entstehen. Damit wollen wir einen weiteren Beitrag leisten, Auszubildende in der Stadt zu entlasten und München als Standort für eine Ausbildung attraktiv zu halten. Das ist sehr wichtig, um Fachkräfte in der Stadt auszubilden und sie dauerhaft zu gewinnen.

Auszubildende gehören zu den Gruppen, die es am teuren Münchner Wohnungsmarkt besonders schwer haben. Sie verdienen erst einmal noch weniger und müssen meist recht kurzfristig zum Beginn ihrer Ausbildung eine Wohnung finden. Dazu kommt, dass Vermieter*innen immer wieder Vorbehalte haben, da Auszubildende ihre Wohnung häufig nur für eine begrenzte Zeit, nämlich die Dauer ihrer Ausbildung, benötigen. Viele der rund 7.500 Schülerinnen und Schüler an den 89 Münchner Berufsfachschulen kennen diese Probleme. Darüber hinaus haben Befragungen gezeigt, dass bei einem Modellprojekt für diese Gruppe für diese Zielgruppe Besonderheiten zu berücksichtigen sind: Die meisten der Schülerinnen und Schüler sind bereits volljährig und haben häufig schon eigene Kinder. Deshalb sollen im geplanten Modellprojekt verstärkt auch Doppel-Apartments geplant werden. Wir freuen uns, dass auf unsere Initiative hin nun ein konkretes Konzept erarbeitet wird und setzen uns dafür ein, dass es schnellstmöglich umgesetzt wird."

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