Besseres Angebot im öffentlichen Nahverkehr

Foto: Susie Knoll

08. September 2021

Die Corona-Pandemie hat die Verkehrsbetriebe in große finanzielle Schwierigkeiten gebracht, die nur zum Teil von Bund und Ländern wieder ausgeglichen wurden. Dennoch verbessert die Rathauskoalition in München das Angebot in der Stadt weiter. Dichtere Takte bei der U-Bahn und ein Shuttlebus von der neuen Isarphilharmonie zur U-Bahn werden nach einer Forderung von SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste nun umgesetzt.

In einem Änderungsantrag zum Leistungsprogramm der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), der diesen Mittwoch im Feriensenat des Stadtrats beschlossen worden ist, fordert SPD/Volt gemeinsam mit dem Koalitionspartner, dass 2020 vom Stadtrat beschlossene Takt auf den U-Bahn-Außenästen so schnell wie möglich in den kommenden Wochen wieder gefahren wird und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt. Das bedeutet vor allem für die U 2 und die U4 eine deutliche Entlastung: Die U2 soll ganztags zwischen Feldmoching und Harthof im Fünf-Minuten-Takt fahren.

Die U4 wird zusätzlich zur U5 im Zehn-Minuten-Takt zwischen Theresienwiese und Westendstraße verkehren. Das bedeutet nicht nur einen dichteren Takt, sondern auch eine deutliche Verringerung der Umstiegszeiten zwischen Tram und U-Bahn und eine Entlastung während der Rush-Hour. Die Mehrkosten dafür zahlt wie beschlossen die Stadt.

Zudem regt SPD/Volt an, den Shuttlebus zur Isarphilharmonie in Sendling nicht nur zum Großparkplatz an der Großmarkthalle fahren zu lassen, sondern auch die U6 an der Implerstraße anzusteuern und so eine zusätzliche Anbindung zur U-Bahn herzustellen.

Dazu sagt Nikolaus Gradl, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion:

„Wir arbeiten weiter daran, den öffentlichen Nahverkehr so attraktiv zu machen, dass die Menschen gerne auf Bus, Tram und U-Bahn umsteigen. Deshalb weiten wir trotz aller Verluste, die die MVG während der Corona-Pandemie gemacht hat, das Angebot aus. Wir brauchen etwa schon zu Schulbeginn dichtere Takte auf der U2 und U4, um die Linien deutlich zu entlasten. Und wir wollen die neue Isarphilharmonie besser an die U-Bahn anbinden, um das Publikum zu motivieren, ohne Auto zu kommen.“

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