Bezahlbare Wohnungen für Pflegekräfte am Klinikum Schwabing

15. Juni 2021

Nicht erst seit der Corona-Pandemie wissen wir, welch wichtigen Job Pflegekräfte machen. Doch gerade im teuren München tun sich die Beschäftigten schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat setzt sich deshalb dafür ein, dass die früheren Bettenhäuser 1 und 2 am Klinikum Schwabing umgebaut und Wohnungen für Pflegekräfte der München Klinik und des Münchenstifts geschaffen werden.

Insgesamt sollen 132 Wohnungen in unterschiedlichen Größen für alle Platzbedürfnisse entstehen. Darunter sind drei Microappartements mit bis zu 24 Quadratmetern, 30 Ein-Zimmer-Wohnungen mit 35 bis 40 Quadratmetern, 83 Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit 40 bis 75 Quadratmetern und 16 Vier-Zimmer-Wohnungen mit 75 bis 95 Quadratmetern. Die Vermietung ist an den Arbeitsvertrag gekoppelt. Bis 2025 soll der Umbau abgeschlossen sein, knapp 61 Millionen Euro wird er kosten. Zusätzlich wird es eine Kindertagesstätte geben.

Investoren hatten kein Interesse an den beiden denkmalgeschützten Gebäuden, die zwischen 1907 und 1909 gebaut wurden. Die Fassaden mit Fenster, die Treppenhäuser, die Gebäudestruktur mit den breiten Fluren sowie die Dachkonstruktion müssen erhalten bleiben. Um Leerstand zu vermeiden und dringend benötigten Wohnraum für Pflegekräfte zu schaffen, wird die SPD/Volt-Fraktion an diesem Donnerstag, 17. Juni, im Kommunalausschuss für den Umbau der Bettenhäuser stimmen.

Dazu sagt Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD):

„Nur Klatschen ist uns zu wenig: Pflegekräfte leisten eine gesellschaftlich immens wichtige Aufgabe. Sie brauchen aber nicht nur unsere Anerkennung, sondern müssen sich das Leben in München auch leisten können. Deshalb investieren wir viel Geld in die Schaffung von günstigen Wohnungen. Und deshalb unterstützen wir auch den Umbau der beiden Bettenhäuser in Schwabing trotz finanziell schwierigen Zeiten für die Stadt.“

Und Kathrin Abele, Sprecherin im Kommunalausschuss, sagt:

„Wir gehen mit guten Beispiel voran und schaffen bezahlbaren Wohnraum für die Menschen, die sich schwertun, eine Wohnung zu finden. Gleichzeitig aber appellieren wir an die Arbeitgeber/innen, sich ebenfalls im Werkswohnungsbau zu engagieren. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, Härten auf dem Wohnungsmarkt abzufedern und dafür zu sorgen, dass unsere Stadt lebens- und liebenswert für alle bleibt.“

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