Breites Bündnis für die Sanierung der Ruderregattaanlage

24. Februar 2021

Die olympische Ruderregattaanlage in Oberschleißheim ist ein sporthistorisches Erbe und ein viel genutztes Zentrum für Sport und Freizeit. Ihre Sanierung darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden – darüber herrscht Einigkeit über die Grenzen von Parteien und politischen Zuständigkeiten hinweg

Wegen der durch die Corona-Pandemie wegbrechenden Steuereinnahmen sieht sich die Stadt München jedoch außerstande, die Sanierung im geplanten Umfang alleine zu finanzieren. Vier Fraktionen aus dem Münchner Stadtrat – Die Grünen-Rosa Liste, CSU, SPD/Volt und ÖDP/Freie Wähler – haben sich nun zusammengeschlossen und fordern in einem Antrag, den Verfall der Anlage durch eine gemeinschaftliche Anstrengung der Gemeinde Oberschleißheim, der Stadt München, des Freistaats und des Bundes zu stoppen. Ziel ist es, die dauerhafte Nutzung für Breiten- und Leistungssport (auch international) zu gewährleisten und damit auch den Bestand des olympischen Erbes zu sichern.

Ruderregatta in Oberschleißheim erhalten
Ruderregatta in Oberschleißheim erhalten Foto: Pixabay

Kathrin Abele, sportpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion, sagt dazu:

„Die Ruderregatta ist eine einzigartige Sportstätte, die sowohl vom Spitzen- als auch vom Breitensport gerne genutzt wird. Sportlerinnen und Sportler schätzen die Lage und die Bedingungen auf der Anlage in Oberschleißheim. Deshalb ist eine Sanierung dringend nötig. Und genauso notwendig ist die Unterstützung von Bund und Land bei diesem Vorhaben, damit wir die Ruderregatta auch künftig für nationale und internationale Wettkämpfe nutzen können. Wir brauchen hier eine gemeinsame Kraftanstrengung aller politischen Ebenen.“

Grünen-Stadtrat Florian Schönemann begrüßte die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit:

„Die Stadt München steht zu ihrem olympischen Erbe – das ist über die Grenzen von Fraktionen und Parteien hinweg ein erfreulicher Konsens. Wir dürfen nicht zusehen, wie diese für den Leistungs- und Breitensport unentbehrliche Anlage immer weiter verfällt. Was wir jetzt brauchen, ist ein gemeinsames Handeln aller Verantwortlichen, um die Anlage für die Zukunft fit zu machen. Wenn alle zusammenarbeiten, schaffen wir das!“

Ulrike Grimm, sportpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion, sagt:

„Der derzeitige Zustand der Regattaanlage wird dem olympischen Erbe und der Nutzung durch Breiten- und Leistungssport in keiner Weise mehr gerecht. Die vielen Rudervereine in der Metropolregion haben sich für den Erhalt und die Sanierung der Anlage eingesetzt. Vor allem ihnen wollen wir zeitgemäße Trainingsmöglichkeiten bieten. Mit einer Sanierung der Anlage bietet München die Voraussetzung, um nationale und internationale Wettbewerbe auszurichten. Ich freue mich, dass wir jetzt endlich parteiübergreifend in die richtige Richtung rudern!“

Hans-Peter Mehling, Sportbeirat des Stadtrats, sportpolitischer Sprecher und stv. Fraktionsvorsitzender ÖDP/FW:

„Unser fraktionsübergreifendes, gemeinsames Ziel ist es, die olympische Ruder-Regatta-Anlage in Oberschleißheim wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen und Sportler*innen aus aller Welt anzulocken. Hierfür bedarf es eines gemeinsamen Kraftakts und einer Team-Leistung des Freistaats, des Bundes, Oberschleißheims und Münchens – und das möglichst in Rekordzeit. Morsche Stege, marode Sanitäranlagen und fehlende Umkleidekabinen sind des weltberühmten, ehemaligen Olympia-Sportstandorts München nicht würdig.“

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