Busverkehr in München wird deutlich schneller

Foto: Susie Knoll

19. Juli 2021

Neue Busspuren, zusätzliche Abbiegespuren, Halteverbote und veränderte Ampelschaltungen: Mit 18 neuen Streckenabschnitten verbessert die Stadt München das Bussystem. Über sie wird der Mobilitätsausschuss des Stadtrats am Mittwoch, 21. Juli, beschließen. Der SPD/Volt-Fraktion ist eine Beschleunigung des MVG-Busnetzes besonders wichtig: Denn nur so lässt sich die Zuverlässigkeit der Verbindungen schnell erhöhen und gleichzeitig das Gesamtnetz entlasten.

Bis zu fünf Minuten werden die Busse etwa am Frankfurter Ring, in der Grillparzerstraße und in der Knorrstraße schneller fahren. Fast sechs Minuten sind es in der Einsteinstraße und in der Denninger Straße, über sechs Minuten in der Rosenheimer Straße und sogar bis zu zehn Minuten an der Garmischer Straße am Luise-Kiesselbach-Platz. Mit insgesamt 18 Maßnahmen wird die Stadt in einem dritten Paket das Bussystem beschleunigen. Diese ermöglichen nach Ansicht der SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat schnell Verbesserungen. Mittelfristig aber muss der Ausbau des Tram- und U-Bahnsystems forciert werden, denn nur hier können die benötigten Kapazitäten geschaffen werden. Dazu zählt vor allem die Tram Westtangente, die Verlängerung der Tram 23 zur Erschließung des Neubauquartiers Bayernkaserne, die Tram-Nordtangente, die Verlängerung der Tram 17 nach Johanneskirchen und neue U-Bahn Strecken.

Konkret sind folgende Verbesserungen geplant:

  • Neue Busspur: Einsteinstraße, Grillparzerstraße, Putzbrunner Straße, Knorrstraße Denninger Straße (Ost), Auen-/Wittelsbacherstraße, Rosenheimer Straße

  • Schaffung einer Rechtsabbiegerspur: Frankfurter Ring/Schleißheimer Straße, Hanauer/Triebstraße

  • Geänderte Ampelschaltung: Pfeuferstraße, Garmischer Straße/Luise-Kiesselbach-Platz, Lortzingstraße, Falkenstraße/Mariahilfplatz

  • Halteverbot: Denninger Straße (West), Am Blütenanger, Grafinger Straße, Vesaliusstraße

Nachdem nahezu alle Streckenabschnitte der Trambahn beschleunigt wurden Beschluss der Stadtrat 2018 ein 1. und 2019 ein 2. Maßnahmenbündel für die Busse. Von 23 beschlossenen Maßnahmen sind 17 bereits umgesetzt und 5 in Umsetzung.

Dazu sagt Nikolaus Gradl, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion:

„Das Programm zur Busbeschleunigung in München ist ein zentraler Baustein, um die Attraktivität des Nahverkehrs weiter zu erhöhen. Mit dem dritten Maßnahmenbündel sparen wir bis zu 81 Minuten Fahrtzeit ein. Wenn die Münchnerinnen und Münchner mit dem Bus schneller und bequemer ans Ziel kommen als mit dem Auto, dann sind sie eher gewillt, ihr eigenes Fahrzeug stehen zu lassen. Nur so können wir unser Ziel erreichen, dass 80 Prozent der Wege zu Fuß, mit dem Rad, U-Bahn, Bus und Tram oder Elektro-Autos zurückgelegt werden.“

Teilen